Mein Bildungsmarkt

Unterstützung beim Berufseinstieg

Nicht alle finden problemlos einen Ausbildungsplatz. Junge Leute mit einem schlechten oder gar keinem Schulabschluss, Schüler der Schulen für Lernförderung oder Jugendliche mit schlechten Deutschkenntnissen haben da meist Startschwierigkeiten. Wie sie sich helfen lassen können, zeigt bildungsmarkt-sachsen.de

Berufsvorbereitungsjahr

Bei manchen hat es einfach in der Schule nicht geklappt. Für die ist das Berufsvorbereitungsjahr verpflichtend: Wer einen schlechten Hauptschulabschluss hat oder wer die Schule abgebrochen und gar keinen Schulabschluss hat, kann dieses Jahr für die Berufsorientierung nutzen, seinen Hauptschulabschluss nachholen oder verbessern, Unterrichtsstoff nachholen und praktische Erfahrungen erwerben. Das Berufsvorbereitungsjahr ist auch geeignet für Förderschuler und Jugendliche, die schlecht Deutsch sprechen.

Zusätzlich gibt es ein zweijähriges Gestrecktes Berufsvorbereitungsjahr, das besonders Schüler der Schule zur Lernförderung und Schüler ohne Schulabschluss zu besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt verhilft. Derzeit ist das Gestreckte Berufsvorbereitungsjahr noch ein Schulversuch, doch ab dem Schuljahr 2013/14 wird dieser Bildungsgang fester Bestandteil in der Berufsvorbereitung von Jugendlichen.

fotolia.com/Lana Hilfe beim Übergang von der Schule in die Ausbildung gibt es von verschiedenen Stellen.


Einstiegsqualifizierung

Jugendliche ohne Ausbildungsstelle können mit der Einstiegsqualifizierung (EQ) herausfinden, ob ihnen der Beruf gefällt. Die EQ ist ein betriebliches Praktikum, das von der Agentur für Arbeit finanziell gefördert wird. Dabei arbeiten Jugendliche in einem Betrieb und erwerben Grundkenntnisse für einen anerkannten Ausbildungsberuf. In der Regel dauert das Praktikum zwischen 6 und 12 Monaten und kann auch den Besuch der Berufsschule mit einschließen.

Teilnehmen kann jeder, der unter 25 Jahren alt ist und sich bereits intensiv, aber erfolglos beworben hat und eingeschränkte Vermittlungsperspektiven hat. Bei der Suche nach einer EQ-Stelle helfen die örtliche Berufsberatung im Team U 25 der Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer.

Kontakt Einstiegsqualifizierung

IHK

Internet:
www.dresden.ihk.de

Arbeitsgemeinschaft Leipzig

Telefon:
0180 - 1002901 10705

Joblinge-Initiative in Leipzig

Hier unterstützt eine Initiative der Wirtschaft arbeits- und ausbildungslose Jugendliche unter 25 Jahren. In den Partnerunternehmen der Initiative erhalten die Jugendlichen die Chance, sich jenseits der Schulnoten und der klassischen Bewerbungsgespräche direkt praktisch zu beweisen. Die Einbindung in die betriebliche Praxis steigert die Motivation der Jugendlichen und führt zu Erfolgserlebnissen. Zum anderen werden die jungen Leute individuell durch einen ehrenamtlichen Mentor unterstützt. Das sind berufserfahrene Menschen aus verschiedenen Partnerunternehmen, die die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Ausbildungsvertrag begleiten und bestärken.

Kontaktstelle Leipzig

Joblinge gemeinnützige AG Leipzig

Postanschrift:
Karl-Heine-Straße 55
04229 Leipzig
Telefon:
0341 - 9261 6711
Internet:
Joblinge Leipzig

Ausbildungsbrücke

Die Ausbildungsbrücke ist eine bundesweite Initiative der Diakonie. Die Idee der Ausbildungsbrücke ist es, Schülern von Haupt- und Realschulen ab der achten Klasse die Begleitung durch ehrenamtliche Paten anzubieten. Diese unterstützen in den letzten beiden Schuljahren, helfen bei der Berufsorientierung, bieten intensives Bewerbungstraining an und bleiben über die gesamte Ausbildungszeit hinweg ansprechbar.

Gerade die Begleitung der Azubis während der gesamten Ausbildung ermutigt viele Betriebe zur zusätzlichen Ausbildungstätigkeit. Eine Ausbildungspatenschaft dauert manchmal 4 bis 5 Jahre.

Kontaktstelle für Sachsen

Ausbildungsbrücke

Norbert Grosse

Telefon:
030 - 9221 3565

START-Stipendium für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Das START-Stipendium begleitet die Schüler mit Migrationshintergrund in ihren letzten drei bis vier Schuljahren auf dem Weg zum Abitur. Neben der materiellen Unterstützung in Form von monatlich 100 Euro Bildungsgeld und bei Bedarf einer PC-Grundausstattung profitieren sie von der ideellen Förderung: verpflichtende Bildungsseminare zur Entwicklung der persönlichen Kompetenzen sowie frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem, wirtschaftlichem und sportlichem Schwerpunkt. Derzeit erhalten 30 Stipendiaten in Sachsen diese Unterstützung.

Kontaktstelle

START-Stiftung gGmbH

Postanschrift:
Friedrichstr. 34
60323 Frankfurt
Telefon:
069 - 300 388 400

Produktives Lernen

Der Schulversuch "Produktives Lernen" richtet sich an akut abschlussgefährdete Hauptschüler der Klassenstufe 8 und 9. Die Mädchen und Jungen lernen an zwei Tagen der Woche in der Schule und an drei Tagen in einem Unternehmen. Der 2-jährige Bildungsgang ist in Trimester gegliedert (also pro Schuljahr 3 Etappen). In jedem Trimester sind die Schüler in einem anderen Betrieb, insgesamt also in 6 verschiedenen Betrieben.

Derzeit werden rund 200 sächsische Schüler an sieben Schulen mit diesem speziellen Angebot auf ihrem Weg zum Hauptschulabschluss begleitet. Verantwortlich für den Schulversuch ist das Institut für produktives Lernen in Europa.

Beteiligte Schulen in Sachsen

Produktives Lernen

Internet:
www.iple.de