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Unterstützung beim Berufseinstieg

Nicht alle finden problemlos einen Ausbildungsplatz. Junge Leute ohne Schulabschluss, Schüler der Schulen für Lernförderung oder Jugendliche mit wenig Deutschkenntnissen haben meist Startschwierigkeiten. Hier geben wir ein paar Tipps zum Berufseinstieg.

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Ziel beim BVJ ist es, Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen. Die Jugendlichen bekommen praktische Einblicke in zwei Berufsbereiche, z.B. Holztechnik und Metalltechnik. Wer gar keinen Schulabschluss hat, kann zudem das BJV nutzen, um seinen Hauptschulabschluss nachzuholen. Das Berufsvorbereitungsjahr ist gut geeignet für Förderschüler und Jugendliche, die schlecht Deutsch sprechen. In der Schuldatenbank können Sie Schulen abfragen, die das BVJ anbieten.

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Einstiegsqualifizierung (EQ)

Jugendliche ohne Ausbildungsstelle können mit der Einstiegsqualifizierung (EQ) herausfinden, ob ihnen der Beruf gefällt. Die EQ ist ein betriebliches Praktikum, das von der Agentur für Arbeit finanziell gefördert wird. Dabei arbeiten Jugendliche in einem Betrieb und erwerben Grundkenntnisse für einen anerkannten Ausbildungsberuf. In der Regel dauert das Praktikum zwischen 6 und 12 Monaten und kann auch den Besuch der Berufsschule mit einschließen. Ziegruppe sind Jugendliche unter 25 Jahren, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Bei der Suche nach einer EQ-Stelle helfen die örtliche Berufsberatung im Team U 25 der Agenturen für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer.

Kontakt Einstiegsqualifizierung

IHK

Internet:
www.dresden.ihk.de

Arbeitsgemeinschaft Leipzig

Telefon:
0180 - 1002901 10705

Joblinge-Initiative in Leipzig

Hier unterstützt eine Initiative der Wirtschaft arbeits- und ausbildungslose Jugendliche unter 25 Jahren. In den Partnerunternehmen der Initiative erhalten die Jugendlichen die Chance, sich jenseits der Schulnoten und der klassischen Bewerbungsgespräche direkt praktisch zu beweisen. Die Einbindung in die betriebliche Praxis steigert die Motivation der Jugendlichen und führt zu Erfolgserlebnissen. Zum anderen werden die jungen Leute individuell durch einen ehrenamtlichen Mentor unterstützt. Das sind berufserfahrene Menschen aus verschiedenen Partnerunternehmen, die die Jugendlichen auf ihrem Weg zum Ausbildungsvertrag begleiten und bestärken.

Kontakt Joblinge

Joblinge gemeinnützige AG Leipzig

Postanschrift:
Karl-Heine-Straße 55
04229 Leipzig
Telefon:
0341 - 9261 6711

Ausbildungsbrücke

Die Ausbildungsbrücke ist eine bundesweite Initiative der Diakonie. Die Idee der Ausbildungsbrücke ist es, Schülern von Haupt- und Realschulen ab der achten Klasse die Begleitung durch ehrenamtliche Paten anzubieten. Diese unterstützen in den letzten beiden Schuljahren, helfen bei der Berufsorientierung, bieten intensives Bewerbungstraining an und bleiben über die gesamte Ausbildungszeit hinweg ansprechbar.

Gerade die Begleitung der Azubis während der gesamten Ausbildung ermutigt viele Betriebe zur zusätzlichen Ausbildungstätigkeit. Eine Ausbildungspatenschaft dauert manchmal 4 bis 5 Jahre.

Kontaktstelle für Sachsen

Ausbildungsbrücke

Norbert Grosse

Telefon:
030 - 9221 3565

START-Stipendium für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Das START-Stipendium begleitet die Schüler mit Migrationshintergrund in ihren letzten drei bis vier Schuljahren auf dem Weg zum Abitur. Neben der materiellen Unterstützung in Form von monatlich 100 Euro Bildungsgeld und bei Bedarf einer PC-Grundausstattung profitieren sie von der ideellen Förderung: verpflichtende Bildungsseminare zur Entwicklung der persönlichen Kompetenzen sowie frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem, wirtschaftlichem und sportlichem Schwerpunkt. Derzeit erhalten 30 Stipendiaten in Sachsen diese Unterstützung.

Kontaktstelle

START-Stiftung gGmbH

Postanschrift:
Friedrichstr. 34
60323 Frankfurt
Telefon:
069 - 300 388 400

Produktives Lernen

Der Schulversuch "Produktives Lernen" richtet sich an akut abschlussgefährdete Hauptschüler der Klassenstufe 8 und 9. Die Mädchen und Jungen lernen an zwei Tagen der Woche in der Schule und an drei Tagen in einem Unternehmen. Der 2-jährige Bildungsgang ist in Trimester gegliedert (also pro Schuljahr 3 Etappen). In jedem Trimester sind die Schüler in einem anderen Betrieb, insgesamt also in 6 verschiedenen Betrieben.

Beteiligte Schulen in Sachsen

Produktives Lernen

Internet:
www.iple.de