Edelsteinfasser/in

Ein Hauch von Luxus und viel Fingerspitzengefühl

Ob Diamanten, Rubine und Smaragde, Bernstein oder Topase – Edelsteinschmuck ist extravagant und umweht stets ein Hauch von Luxus und Dekadenz. Jedes Aufwendige Meisterstück, gefertigt vom Edelsteinfasser, ist ein Unikat. Und der Meister? Der muss bei solch wertvollen Steinen „die Fassung“ bewahren - denn auf die richtige Fassung kommt es an. Sie hält nicht nur den Stein, sondern bringt ihn auch optimal zur Geltung.

Was mache ich?

Die Arbeit des Edelsteinfassers nennt man „Fassen“ – das Einsetzen und Befestigen von Edelsteinen wie Rubine, Smaragde oder Perlen und Halbedelsteine. Damit verziert er Schmuckstücke, Dosen oder gar Kronen.

Doch bevor es mit viel Fingerspitzengefühl an die handwerkliche Arbeit geht, ist erst das kreative Gespür des Edelsteinfassers gefragt. Unter der Berücksichtigung von harmonischen Farbkombinationen, modischen Details und vor allem der optimalen Fassung entsteht eine Zeichnung.

Nach dieser Vorlage fräst, sägt und feilt er den kostbaren Stein in die gewünschte Größe. Dabei fangen Edelsteinfasser auch die noch so kleinsten Reste von den wertvollen Edelsteinen auf, damit sie diese später noch weiter verwenden können. Danach formen sie aus erhitztem Metallstreifen die richtige Fassung, befestigen sie am Schmuckstück und schlagen den Stein sorgfältig hinein. Je kleiner der Stein, desto größer ist die Herausforderung.

Wo arbeite ich?

Edelsteinfasser arbeiten in Betrieben der Schmuck herstellenden Industrie, in Juweliergeschäften mit angeschlossener Reparaturwerkstatt, in handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten oder bei Antikschmuckhändlern.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Fingerfertigkeit, Gespür für Formen und Farben, Geduld und sorgfältiges Arbeiten, Zeichentalent

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5 –jährige duale Ausbildung in der Schmuckindustrie oder handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten