Weber

Stoffe in jedem Muster

Ob per Hand oder an Maschinen – durch Weber entstehen die unterschiedlichsten Stoffe aus Seide, Wolle und Leinen. Aber es wird nicht nur nach alter kunsthandwerklicher Tradition gearbeitet. Auch an der Herstellung von Chemiefasern sind sie beteiligt.

Was mache ich?

In einem ausführlichen Gespräch beraten Weber ihre Kunden über die Materialien. Dann setzen sie die Ideen ihrer Kunden in Skizzen um und erstellen eine schematische Zeichnung des Gewebes. Außerdem berechnen sie, wie viel Garn sie für die Arbeit benötigen. Die eigentliche Arbeit erfolgt entweder per Hand oder an Maschinen, die computergesteuert sind. Je nach Art des Stoffes werden verschiedene Webtechniken benutzt.

Am Webstuhl hängen Weber das Material und das Garn ein, stellen den Webstuhl ein oder programmieren das Muster. Bei der direkten Arbeit am Webstuhl, bewegen sie das Gerät mit den Füßen. Dadurch heben sich die Längsfäden und eine Öffnung entsteht, durch die sie den Querfaden mit dem Webschiffchen schießen. Nun schlägt der Weber den Faden mit dem Webblatt dicht an. Wenn dieser Vorgang viele Male wiederholt wird, entsteht ein dichtes Gewebe, das am unteren Ende des Webstuhls auf eine Stange gewickelt wird. Hat das Gewebe die entsprechende Länge erreicht, nimmt der Weber den fertigen Stoff aus dem Webstuhl und untersucht die Arbeit auf etwaige Fehler. Manche Stoffe werden daraufhin gewaschen, getrocknet und gebügelt. Auch das Säumen von Stoffen gehört zu seinen Aufgaben.

Wo arbeite ich?

Weber arbeiten in handwerklichen Webereibetrieben, in Modedesignateliers sowie in beschäftigungstherapeutischen Abteilungen von Krankenhäusern oder Einrichtungen des Sozialwesens. Auch in Werkstätten für Textilrestaurierung sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Sorgfalt, Kreativität, Kundenorientierung, Genauigkeit, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, Gespür für Ästhetik, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung im Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 230
  • 2. Ausbildungsjahr: € 268
  • 3. Ausbildungsjahr: € 306

Quelle:

Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen