Mein Bildungsmarkt

Soziale Berufe haben Zukunft

Unsere Gesellschaft verändert sich und stellt damit neue Anforderungen an den Arbeitsmarkt. Durch den demografischen Wandel brauchen immer mehr ältere Menschen Pflege und Betreuung. Gleichzeitig entscheiden sich junge Mütter immer häufiger für eine frühe Rückkehr in den Beruf und suchen für ihr Kind einen Platz in der Kindertagespflege. Und Gesundheits- und Krankenpfleger werden immer gebraucht.

Wer sich daher jetzt für eine Ausbildung oder Umschulung in den sozialen Berufen entscheidet, hat beste Chancen eine Lehrstelle und später einen guten Arbeitsplatz in Sachsen zu finden.

Altenpfleger mit Senior im Rollstuhl

fotolia.com/deanm1974

Berufelexikon

berufelexikon

Falls Ihr mehr über die verschiedenen Ausbildungsberufe im sozialen Bereich erfahren möchtet, dann empfiehlt sich ein Blick in unser Berufelexikon. Auf den Punkt alle Infos, die ihr wissen solltet.


Altenpfleger

Mehr als 10.000 Stellen in der Altenpflege sind laut Bundesagentur für Arbeit in Deutschland derzeit unbesetzt. Da die Zahl der Pflegebedürftigen weiter zunimmt, steigt auch der Bedarf an Pflegekräften. Wer also eine Ausbildung oder Umschulung zum Altenpfleger absolviert, hat quasi Jobgarantie.

Altenpfleger betreuen hilfsbedürftige Menschen und unterstützen sie im Alltag. Sie helfen beim Waschen oder Essen, beraten, gestalten die Freizeit und übernehmen auch medizinische Pflegeaufgaben.

Auch Quereinsteiger haben beste Chancen nach einer dreijährigen Umschulung einen Job als Altenpfleger zu finden. Bei einigen Weiterbildungsanbietern gibt es auch kürzere Lehrgänge. Doch die führen häufig nicht zu einem staatlich anerkannten Abschluss als Altenpfleger und qualifizieren nur für Hilfstätigkeiten.

Um dem riesigen Mangel an Pflegekräften zu begegnen, wurde der Zugang zum Beruf erleichtert. So wird eine Ausbildung in ähnlichen Berufen, wie Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpflegehelfer oder Sozialassistent anerkannt und verkürzt die Umschulung erheblich. Auch eine zweijährige Berufserfahrung als ungelernte oder geringqualifizierte Hilfskraft im Pflegebereich kann angerechnet werden. Eine Förderung der Umschulung ist möglich mit dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur und mithilfe des Programms WeGebAU für geringqualifizierte Arbeitskräfte.


Erzieher

Ebenso gewaltig klafft die Lücke bei den Erziehern. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 2. Lebensjahr fehlen bundesweit schätzungsweise 15.000 Erzieher. Allein bis 2016 wurden insgesamt rund 20.000 neue Fachkräften in der Kinderbetreuung benötigt. Zwar ist die Lücke speziell in Sachsen nicht so riesig, trotzdem besteht auch in der Zukunft anhaltender Bedarf.

Erzieher betreuen Kinder und Jugendliche. Aufgabe ist es, die Kinder zu beschäftigen und dabei die soziale, psychische oder körperliche Entwicklung zu fördern.

Die Ausbildung zum Erzieher ist deutschlandweit nicht einheitlich geregelt, sondern liegt in der Verantwortung der Länder. Sachsen hat in den vergangenen Jahren seine Ausbildungskapazitäten massiv erhöht und die Zahl Absolventen hat sich in den letzten zehn Jahren fast verzehnfacht (2002 rd. 180; 2012 rd. 1.760).

Interessenten, die sich dem abwechslungsreichen, öfter mal lauten und erfüllenden Beruf des Erziehers widmen wollen, haben gute Chancen an einer der zahlreichen Fachschulen einen Ausbildungs- oder Umschulungsplatz zu bekommen und im Anschluss in Sachsen oder anderswo zu arbeiten.


Gesundheits- und Krankenpfleger

Gesundheits- und Krankenpfleger gehören in Deutschland seit Jahren neben Feuerwehrleuten und Piloten zu den drei vertrauenswürdigsten Berufen. Mehr als eine halbe Million Menschen arbeiten deutschlandweit in diesem Beruf, der bis vor wenigen Jahren Krankenschwester / Krankenpfleger hieß.

Gesundheits- und Krankenpfleger sind für viele Menschen im Krankenhaus der Lichtblick. Sie sind für die Patienten da und helfen bei der Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen.

Mehr als 20 Prozent der derzeitigen Gesundheits- und Krankenpfleger werden in den nächsten acht Jahren in Rente gehen. Entsprechend groß ist der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs.