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Ratgeber Ferienjobs

Sommerzeit ist Ferienjobzeit. Anstatt auf der faulen Haut zu liegen, verdienen sich viele Schüler und Studenten lieber ein bisschen Geld hinzu und sammeln dabei gratis noch wertvolle soziale Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag. Doch die Arbeitswelt ist in Deutschland streng geregelt, auch Ferienjobs.

Was Schüler und Studenten bei Ferienjobs beachten sollten

Alter und Arbeitszeiten

Laut Jugendarbeitsschutzgesetz dürfen Kinder vor dem vollendeten 15. Lebensjahr grundsätzlich nicht arbeiten. Ausnahmen für besonders leichte Tätigkeiten wie Zeitungsaustragen sind möglich, wenn die Eltern zustimmen und die tägliche Arbeitszeit nicht länger als zwei Stunden ist.

Sommerzeit ist Ferienjobzeit. Was Schüler und Studenten bei Ferienjobs beachten sollten

istockphoto.com Sommerzeit ist Ferienjobzeit. Was Schüler und Studenten bei Ferienjobs beachten sollten.

15- bis 17-Jährige dürfen immerhin bis zu 40 Stunden arbeiten bei einer Fünf-Tage-Woche. Doch auch für diese Altersgruppe gelten Einschränkungen. Die tägliche Arbeitszeit darf nicht länger als 8,5 Stunden sein, ausschließlich Pausen. Zwischen den Schichten muss eine Ruhepause von 12 Stunden eingehalten werden und Nachtarbeit zwischen 20 und 6 Uhr sowie eine Tätigkeit am Wochenende und an Feiertagen sind tabu.

Bei allem gilt außerdem: Die Ferienzeit ist zur Erholung da! Wer schulpflichtig ist, darf nicht mehr als insgesamt vier Wochen pro Jahr arbeiten. Außerdem stehen Jugendlichen auch mehr Pausen zu als Volljährigen: bei einer Arbeitszeit von 4,5 bis 6 Stunden 30 Minuten und bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit 60 Minuten.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet das Jugendarbeitsschutzgesetz einzuhalten. Das gilt auch für die Art der Tätigkeiten. Minderjährige dürfen keine körperlich schweren oder gefährliche Tätigkeiten oder Akkordarbeit ausüben.

Ab 18 Jahren gelten die Einschränkungen des Jugendschutzgesetzes nicht mehr. Volljährige Schüler können in den Ferien und neben der Schulzeit arbeiten und zum Beispiel einen 400-Euro-Job annehmen.

Versicherungen und Steuern

Grundsätzlich müssen Arbeitgeber ihre Ferienjobber unfallversichern. Vor dem ersten Arbeitstag sollte beiden Seiten ein unterschriebener Vertrag vorliegen, der Arbeitszeiten, Entlohnung und Aufgaben regelt.

Studenten und Schüler, die einen Ferienjob ausüben, müssen im Allgemeinen keine Sozialabgaben und Steuern bezahlen. Vorausgesetzt, sie überschreiten mit Arbeitszeit und Verdienst nicht gewisse Grenzen. 400-Euro-Jobs, die so genannten Minijobs, sind für den Arbeitnehmer frei von Steuern und Sozialabgaben. Arbeiten Schüler und Studenten mehr als 50 Tage im Jahr oder mehr als zwei Monate am Stück und verdienen dabei mehr als 400 Euro im Monat, fallen für Schüler Sozialabgaben und bei Studenten immerhin die Rentenversicherung an. Studenten gefährden ihren sozialversicherungsfreien Studentenstatus erst, wenn sie mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. Nur in den Semesterferien dürfen Studenten langere Zeit ranklotzen, solange sie nicht schon während des Semesters 20 Wochenstunden gearbeitet haben.

Bis 900 Euro brutto für kurzfristige Beschäftigungen sind für Schüler und Studenten bei Lohnsteuerklasse 1 steuerfrei. Wer kurzfristig mehr verdient, kann sich die Steuern in der Regel mit der Lohnsteuererklärung vom Finanzamt zurückholen.


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