Aufbaustudiengang KunstTherapie in Dresden

Auf einen Blick

Bereich
Studienangebot Hochschule

Termin
Permanentes Angebot

 
Dauer des Studiums: 2 Jahre

Ort
Dresden

Branchen
Kunst und Kultur

Form
Präsenzveranstaltung

Abschluss
Diplom

Prüfung
Ja


Aufbaustudiengang KunstTherapie in Dresden
Aufbaustudiengang KunstTherapie in Dresden

Beschreibung des Angebots

Profil:
Bei aller Affinität zwischen Kunst und Therapie gibt es auch Berührungsängste. Was ist überhaupt KunstTherapie? Das Wortgebilde KunstTherapie verbindet zwei anscheinend konträre Phänomene: Künstlerische Auseinandersetzung ist etwas anderes als therapeutische Arbeit. Der künstlerische Prozess dient der Formulierung der eigenen Position anhand ästhetischer Mittel; der therapeutische Prozess dient der Heilung, der Beziehungsaufnahme. Trotz dieses grundsätzlichen Unterschiedes existieren Gemeinsamkeiten und ergänzende Momente; ihre Synergie zeigt eine eigene Qualität. Die Begegnung in der Auseinandersetzung mit Kunst ist die Basis des Aufbaustudiums KunstTherapie in Dresden.

Seit 1996 bietet die Hochschule für Bildende Künste Dresden, als erste Hochschule in den neuen Bundesländern, InteressentInnen mit künstlerischem Hochschulabschluss die Möglichkeit, ihre eigene künstlerische Erfahrung durch den viersemestrigen Aufbaustudiengang KunstTherapie in den therapeutischen Prozess einzubringen und die dazu notwendigen therapeutischen Methoden zu studieren. KünstlerInnen sind geübt, eigene und fremde Arbeiten im Kontext zeitgenössischer Kunst zu reflektieren, sich selbst zu hinterfragen und Stellung zu beziehen. Sie können bildnerische Entstehungsprozesse nachvollziehen und Entwicklungsmöglichkeiten darin erkennen. Künstlerisches Tun ist stets lösungsorientiert, ist eine handelnde wie seelisch-geistige Auseinandersetzung. KünstlerInnen sind es gewöhnt, sich den eigenen Bildern auszusetzen, Erfahrungen der Leere, der Krisen und Blockaden in eine Form zu fassen und zu überwinden. 

Das Durcharbeiten einer künstlerischen Fragestellung mit allen Widerständen und Höhepunkten entspricht in seinem formalen Ablauf therapeutischen Prozessen: Auch die therapeutische Arbeit fußt auf Wissen, Flexibilität und Erfahrung. Sie folgt bestimmten Gesetzmäßigkeiten und ist gleichzeitig offen für neue und ungewohnte Schritte, lässt in einem geschützten Rahmen Raum für die situativen Momente und die persönliche (Lebens-) Gestaltung. Diese eigene Erfahrung ermöglicht es, PatientInnen über künstlerische Medien anzusprechen, zu begleiten und drängenden psychischen Inhalten Raum zu geben. Kunst allein reicht allerdings nicht aus, um eine therapeutische Beziehung gestalten und tragen zu können. Neben aller Sensibiliät und empathischem Einfühlungsvermögen müssen die KunstTherapieStudentInnen lernen, sich abzugrenzen und zu schützen. Die Kenntnis um seelische Zustände und psychologisch-medizinisches Wissen sind notwendig, um verantwortungsvolle und achtsame Beziehungen zu beispielsweise psychisch kranken oder geistig behinderten Menschen aufzunehmen. Durch Seminare mit hohen Selbsterfahrungsanteilen wird die Wahrnehmungsfähigkeit differenziert sowie die Selbstreflexion geschult. Die eigene kunsttherapeutische Haltung und die Analyse von Praxiserfahrungen sind Gegenstand der Supervision. Ausbildungsschwerpunkte sind neben der Konzeption und Ausführung kunsttherapeutischer Projekte die Analyse von Prozess und Form der Gestaltung sowie die Erforschung der Relation von Bild und Sprache. Namhafte GastdozentInnen vertiefen das breite Spektrum an kunsttherapeutischen Methoden von sowohl psychodynamischer und systemischer Ausrichtung als auch mit interdisziplinären und interkulturellen Ansätzen. 

Ziel der KunstTherapie ist die Stärkung der jedem Menschen innewohnenden kreativen Energie, der Selbstheilungskräfte und der Selbstverantwortung. KunstTherapie arbeitet vorrangig mit den Ressourcen, den Quellen und Stärken der Menschen, ohne ihren Konflikten auszuweichen. Das noch junge Berufsbild des/der KunstTherapeutIn auf künstlerischer Basis ist nach wie vor in Entwicklung: Künstlerische Erfahrung begegnet psychodynamischer Beziehungsgestaltung.

Angebotsmerkmale

Zugangs­vorausset­zungen
Voraussetzung für das Studium ist ein künstlerisches Hochschulstudium, in Ausnahmefällen ein anderer Hochschulstudium mit nachgewiesener künstlerischer Kompetenz und der Nachweis einer 3 – 6wöchigen Hospitation in einem kunsttherapeutischen oder verwandten Bereich.
Den Bewerbern wird empfohlen, zuvor an einem der Informationstage teilzunehmen. Informationstage finden ab WS 2009/2010 statt. Anmeldung im Referat für Studienangelegenheiten bei Frau Dethloff.

Ab Oktober eines jeden ungeraden Jahres können die Bewerbungsunterlagen zum Studium angefordert werden. Bewerbungszeitraum liegt zwischen dem 1. März und 15. April jedes geradzahligen Jahres. (Datum des Poststempels).

Sprache
deutsch

Angebot-Nr.: 00083662

Anbieter

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Informationen zum Anbieter  
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Veranstaltungsort

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Besucheranschrift  
Zentrale Studienberatung
St.Petersburger Str. 15
01067 Dresden
Telefon  
0351/4926716
Karte zeigt St.Petersburger+Str.+15%2C+01067%2C+Dresden%2C+Deutschland