Änderungsschneider

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Altes neu anpassen

Die Hose ist zu kurz? Das Lieblingskleid zwickt an den Hüften? Änderungsschneider schaffen Abhilfe. Sie korrigieren per Hand oder Maschine Kleidung, die aus der Mode gekommen ist oder nicht mehr passt, aber auch Gardinen oder Kissenbezüge.

Was mache ich?

Änderungsschneider beraten ihre Kunden über die verschiedenen Änderungsmöglichkeiten und die Preise. Sie klären, was wie geändert werden soll. Änderungsschneider nehmen genau Maß und stecken geplante Änderung ab. Dann werden die Änderung vorbereitet: Das passende Garn ausgesucht, die Nähmaschine eingestellt, Nähte aufgetrennt, Stoff zugeschnitten und die richtige Technik gewählt.

Änderungsschneider bringen Haken und Knöpfe an, reparieren eingerissene Taschen und abgerissene Aufhänger und verzieren festliche Kleidung. Manchmal arbeiten Änderungsschneider auch nach Schnittmustern, für die passende Schnittschablonen angefertigt und auf Stoffe übertragen werden. Sind die Arbeiten abgeschlossen, bügeln Änderungsschneider die Textilien und kontrollieren, ob alles korrekt und nach Kundenwunsch ausgeführt ist. Auch behalten Änderungsschneider die Bestände an allen Nähutensilien im Auge und bestellen etwas nach.

Wo arbeite ich?

Änderungsschneider arbeiten in handwerklichen Änderungs- bzw. Maßschneidereien, in großen Bekleidungshäusern, im Braut- und Abendmodeverleih. Auch bei Herstellern von Textilien wie Bett- oder Tischwäsche sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerklich-gestalterisch geschickt, Fingerfertigkeit, Geduld, sorgfältig, kreativ, kundenorientiert, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

2-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk, auch als schulische Ausbildung möglich

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 630 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 690 bis € 885

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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