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»Gibt es hier einen Arzt oder eine Ärztin? «, schallt es durch den Zug, das Theater oder Restaurant, wenn jemand einen Kreislaufkollaps oder Herzinfarkt erleidet oder sich verletzt hat. Und schon ist der Arzt, eigentlich einen entspannten Abend verbringen wollte, im Dienst. Denn das Leben von Menschen zu retten, ihre Gesundheit zu schützen und ihre Leiden zu heilen oder zu lindern, sind seine Aufgaben, unabhängig von Ort und Uhrzeit.

Was mache ich?

Normalerweise kommen die Patienten mit ihren Krankheitsanzeichen oder Verletzungen zum Arzt oder zur Ärztin in die Sprechstunde, damit eine Wunde versorgt oder eine Diagnose gestellt werden kann. Dazu sind eventuell Untersuchungen nötig wie Röntgen, Computertomographien oder Laboranalysen. Im nächsten Schritt entwickelt der Arzt oder die Ärztin einen Therapieplan, verschreibt Behandlungen oder Medikamente, rät zur Operation oder greift selbst zum Messer, um kleinere chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Auch Vorsorge- und Routineuntersuchungen gehören zum Alltag.

Hausärzte sind für kleinere oder chronische Erkrankungen zuständig und verfolgen die Krankengeschichte ihrer Patienten dauerhaft. Sie impfen und kontrollieren den gesundheitlichen Gesamtzustand der Patienten anhand der Blutdruck-, Cholesterin- und Blutwerte. Bei älteren oder bettlägerigen Patienten machen sie auch Hausbesuche. Außerdem sind sie erster Ansprechpartner, um Patienten an einen geeigneten Spezialisten wie den Orthopäden, Augen-, Hals-, Nasen-, Ohrenarzt oder Internisten zu überweisen.

An Kliniken arbeiten außerdem Fachärzte wie Röntgen-, Narkose- und Nuklear-Mediziner sowie Chirurgen. Alle Ärzte verbringen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit mit Verwaltungsaufgaben und der Dokumentation der Behandlung.

Wo arbeite ich?

In Arztpraxen, Kliniken und Hospizen oder bei Pflegediensten und Gesundheitsämtern.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

medizinisches Interesse, vertiefte Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern, Freude an Beratung und Betreuung, Einfühlungsvermögen, Stressresistenz und psychische Stabilität

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Ein etwa sechsjähriges Studium der Humanmedizin, das ein »Praktisches Jahr« beinhaltet, mit dem Staatsexamen beendet wird und Voraussetzung ist für die Zulassung (Approbation). Facharzt wird man durch ein mehrjähriges Weiterbildungsstudium etwa in den Gebieten Chirurgie, Kinderheilkunde, Notfall- oder Innere Medizin.