Baugeräteführer

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Schweres Gerät auffahren

Baugeräteführer und ihre Maschinen: was hätten sich die alten Ägypter über Bagger, Kran und Co gefreut! Heute werden große Bauten mithilfe von schweren Baumaschinen viel einfacher und in wesentlich kürzerer Zeit als damals errichtet.

Was mache ich?

Baugeräteführer führen und bedienen verschiedenste Baugeräte, beispielsweise Kräne, Planierraupen, Walzen, Bagger oder Betonmischgeräte. Diese großen Maschinen gehören unverzichtbar zum modernen Hoch-, Straßen- und Tiefbau.

Doch bevor das schwere Gerät zum Einsatz kommt, bringt der Baugeräteführer die Baugeräte zur Baustelle. Dort stellt er sie sicher auf und passt sie an die örtlichen Gegebenheiten an. Dabei achtet der Baugeräteführer besonders auf den Untergrund und prüft zum Beispiel, welche Lasten der Boden aushalten kann. Auf der Baustelle arbeiten die Baugeräteführer je nach Bauanforderung mit den passenden Geräten. Mit Hilfe von Kränen setzen sie schweres Material punktgenau am richtigen Ort ab oder heben mit speziellen Baggern Löcher, Gräben oder ganze Gruben aus. Sie verdichten mit Walzen den Untergrund oder liefern frischen Beton mit dem Betonmischer zum nächsten Bauabschnitt.

Zudem warten und pflegen Baugeräteführer die Baugeräte und führen kleinere Reparaturen selbst durch. Sie rüsten bei Bedarf die Baumaschinen um, indem sie zum Beispiel mobile Zusatzgeräte auswechseln. So wird mal schnell aus einem Löffelbagger ein Presslufthammer.

Wo arbeite ich?

Baugeräteführer arbeiten in Betrieben und Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus sowie des Straßen- und Spezialtiefbaus. Einsatzmöglichkeiten gibt es auch in Steinbruchunternehmen oder im Verleih von Baumaschinen und -geräten. Baugeräteführer arbeiten hauptsächlich an der frischen Luft.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse an Maschinen, Freude am Bauen, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, gute Sehkraft und gutes Gehör, technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910 bis € 1.135
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.130 bis € 1.410

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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