Bergbautechnologe

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Nachbohren erlaubt

Bergbautechnologen analysieren geologische Gegebenheiten und schaffen Transportwege unter der Erde. Sie bedienen und pflegen die fördertechnischen Maschinen und Anlagen, wie z.B. Bohrer, Seitenkipplader oder den bis zu 100 Tonnen schweren Walzenschrämlader. Durch Bohrungen und Sprengungen fördert der Bergbautechnologe Rohstoffe.

Was mache ich?

Bergbautechnologen arbeiten über und unter Tage. Mit Bohrungen und Sprengungen treiben sie Gänge und Schächte ins Gestein. Sie schaffen und sichern Transportwege im Erdinneren. Zusätzlich bedienen und warten sie die Maschinen und Geräte, die beispielsweise für den Steinschnitt, den Abtransport von Rohstoffen oder den Personentransport benötigt werden.


Im Fachbereich »Tiefbautechnik« ist der Bergbautechnologe für die Förderung von Rohstoffen wie Kohle, Steinsalz oder Erz zuständig. Sind die Rohstoffe in einem Stollen erschöpft, verfüllt er die Hohlräume mit Gestein oder anderen Stoffen. Außerdem kümmert er sich um die Bewetterung unter Tage. Die Bewetterung umfasst die gesamte Klimatechnik im Stollen: Abluft wird abgesaugt, frische Luft zugeführt und nachsickerndes Grundwasser abgepumpt. Außerdem ist der Bergbautechnologe für die Stromversorgung unter Tage verantwortlich.


Der Bergbautechnologe aus dem Fachbereich »Tiefbohrtechnik« nimmt Probebohrungen vor, um geologische Informationen zu gewinnen. Je nach Beschaffenheit des Gesteins wählt er dann sein Werkzeug und die Vorgehensweise aus. Durch Erkundungsbohrungen erschließt er neue Rohstoffquellen, beispielsweise von Erdöl, Erdgas oder Wasser, und überwacht die Förderung dieser Rohstoffe. Darüber hinaus er an der Errichtung von Speichern unter der Erde beteiligt, in denen dann flüssige oder gasförmige Rohstoffe gelagert werden.

Wo arbeite ich?

Im Fachbereich »Tiefbautechnik« im Bergbau (z.B. auf Steinkohle, Erz, Uran- oder Thoriumerze) und in der Rohstoffgewinnung; im Fachbereich »Tiefbohrtechnik« zusätzlich auch in Tiefbaubetrieben, wie im Brücken- und Tunnelbau, Rohrleitungstiefbau oder Brunnenbau) und in der Energieversorgung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Sorgfalt, Selbständigkeit, Teamfähigkeit, psychische Belastbarkeit, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, gute Noten in Mathematik und Physik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung im Bergbau (Ausbildungsbereich Industrie und Handel)

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Bergbautechnologen erhalten in der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

In der Steine- und Erdenindustrie können die Auszubildenden z.B. in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 736 bis € 858
  • 2. Ausbildungsjahr: € 819 bis € 1.002
  • 3. Ausbildungsjahr: € 907 bis € 1.175

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)