Binnenschiffer

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Unterwegs auf Flüssen, Kanälen und Seen

Binnenschiffer müssen mit den Gegebenheiten der Natur genauso klar kommen wie mit ihren teilweise hochmodernen Booten und Schiffen, denn auf den deutschen Binnengewässern ist viel los: Nicht nur Güter wie Rohstoffe oder Benzin werden von A nach B gebracht, sondern auch Menschen mit Fähren oder Ausflugsschiffen transportiert. Da tragen die Binnenschiffer eine große Verantwortung.

Was mache ich?

Binnenschiffer steuern Schiffe durch Binnengewässer und achten dabei auf die Wetterverhältnisse sowie auf den Wasserstand. Sie beherrschen Fahrwasserzeichen und regeln die optischen wie die akustischen Signale der Schifffahrt. Die Instrumente und elektronischen Navigationshilfsmittel an Bord erleichtern ihnen die Arbeit.
Trotz moderner Technik ist auf dem Schiff nach wie vor viel Handarbeit zu leisten: Binnenschiffer reinigen Deck und Laderäume, streichen Holz- und Eisenteile, führen Korrosionsschutz durch, warten den Motor und wechseln das Öl. Auch kleinere Schäden an elektrischen oder mechanischen Einrichtungen reparieren Binnenschiffer selbst.

Moderne Binnenschiffe können über hundert Meter lang sein und mehrere tausend Tonnen an Gütern wie Baustoffe, Erze und Kohle, aber auch Benzin oder Gas transportieren. Die meisten Binnenschiffer sind im Gütertransport tätig. Sie planen ihren Einsatz, erstellen Ladepläne und berechnen das Ladungsgewicht. Dann nehmen Binnenschiffer die Ladung an Bord, prüfen vor der Abfahrt Transportpapiere und kontrollieren, ob die Ladung fachgerecht und sicher verstaut ist.

Binnenschiffer arbeiten auch in der Personenschifffahrt, beispielsweise auf Fähren oder Ausflugsschiffen. Dort sind sie neben ihren anderen Aufgaben für die Betreuung der Fahrgäste zuständig. Außerdem achten sie auf die Sicherheit an Bord. Kommt es zu einem Notfall, sichert der Binnenschiffer Schiff oder Wasserstraße und leistet Erste Hilfe.

Wo arbeite ich?

Binnenschiffer arbeiten in Betrieben der Güter- und Personenbeförderung der Binnenschifffahrt, in (Binnen-) Hafenbetrieben und -behörden und bei Wasser- und Schifffahrtsämtern. Auch im Hafenbau, im Schiffbau, bei der Vermietung von Wasserfahrzeugen und beim Frachtumschlag sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Umsicht, technisches Verständnis, gute Reaktion, konzentriertes Arbeiten, gute Noten in Deutsch, Mathematik und Physik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 863 bis € 936
  • 2. Ausbildungsjahr: € 988 bis € 1.071
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.115 bis € 1.209

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)