Bioinformatiker

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Komplizierte Rechnungen gegen Krebs

Bioinformatiker arbeiten an der Schnittstelle zwischen Biologen, Chemikern, Medizinern und Pharmazeuten. Denn Forschung im Bereich der so genannten Lebenswissenschaften findet längst nicht mehr nur im Labor statt. Die ungeheuren Datenmengen, die etwa beim Entschlüsseln von menschlichem, tierischem oder pflanzlichem Erbgut entstehen, müssen verarbeitet und miteinander in Beziehung gesetzt werden, um sie nutzbar zu machen: Das ist Aufgabe der Bioinformatiker.

Was mache ich?

Bioinformatiker entwickeln Anwendungen, mit denen sich Analysen des Erbguts und seiner Struktur durchführen lassen oder mit denen sie biologische Prozesse darstellen und simulieren können. Die Daten, mit denen sie arbeiten, können Informationen eines Gens, eines Organismus oder eines ganzen Ökosystems sein. Bioinformatiker arbeiten auch auf dem Gebiet neuronaler Netze, die über die Funktionsweise des Gehirns aufklären und wiederum in intelligenten Computern zum Einsatz kommen können. Ziel all ihrer komplizierten Bemühungen ist natürlich der wissenschaftliche und medizinische Fortschritt. So wirken Bioinformatiker zum Beispiel an der Entwicklung von neuen Diagnoseverfahren, von Arzneimitteln und Therapien gegen Hepatitis, Aids und Krebs mit.

Wo arbeite ich?

Bioinformatiker arbeiten bei Software- oder Datenbankanbietern für naturwissenschaftliche Anwendungen, bei Chemie-, Pharma- oder Biotech-Unternehmen sowie in der naturwissenschaftlichen Forschung und Entwicklung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse für Datenverarbeitung und den Umgang mit Zahlen, Spaß am Programmieren, Neigung zu analytischem und systematischem Denken, gute Leistungen in den Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Drei- bis vierjähriges Bachelor-Studium der Bioinformatik als eigenständiges Fach oder als Schwerpunkt eines Informatik-, bio- oder medizintechnologischen Studiums an einer Universität oder Fachhochschule.