Biologielaborant

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Krankheiten heilen mit Mikroskop und Pinzette

Biologielaboranten forschen im Labor im Zusammenhang mit Krankheitserregern oder DNA. Kittel, Mundschutz und desinfizierte Hände sind da natürlich Pflicht. Denn bei ihren Untersuchungen und Versuchen mit Bakterien, Viren oder Pilzen bringen sie sich selbst in größte Gefahr.

Was mache ich?

Biologielaboranten führen Untersuchungen an Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen durch, um Krankheiten, Heilmittel oder Reaktionen auf Wirkstoffe zu untersuchen. Auch vervielfältigen sie DNA oder führen Vaterschaftstests durch. Wichtig ist es, aufmerksam zu beobachten, jeden Einzelschritt genau zu kontrollieren und die Ergebnisse detailliert auszuwerten. Nur so erzielen Biologielaboranten sichere Ergebnisse.

Wenn eine Krankheit auftritt, entnehmen Biologielaboranten mit der Pinzette eine Probe, isolieren die Erreger und züchten sie in Nährlösungen. Nach einer gewissen Zeit können sie so größere Kulturen unter dem Mikroskop untersuchen und genau bestimmen. Viele Untersuchungen von Biologielaboranten finden auch mit Versuchstieren statt, die in den Labors gehalten werden. An diesen Tieren werden beispielsweise neue Wirkstoffe oder Medikamente getestet, bevor sie an Menschen gegeben werden.

Mit Pflanzen beschäftigen sich Biologielaboranten in Laboratorien für Botanik, Pflanzenzucht oder -schutz. Sie züchten hier Pflanzen, untersuchen, präparieren pflanzliches Gewebe, erforschen Schädlingsbekämpfungsmittel, beobachten oder schaffen neue Pflanzenkreuzungen und sorgen für deren reibungslose Anzucht.

Wo arbeite ich?

Biologielaboranten arbeiten in der Forschung und im öffentlichen Gesundheitswesen. In der Industrie sind sie auch bei Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittelherstellern und in Betrieben tätig, die biotechnische Produkte herstellen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt, Genauigkeit, Geschicklichkeit, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Beobachtungsgenauigkeit, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige duale Ausbildung in der Industrie, auch schulisch möglich

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 897 bis € 942
  • 2. Ausbildungsjahr: € 955 bis € 1.028
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.028 bis € 1.117
  • 4. Ausbildungsjahr: € 1.070 bis € 1.195

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)