Böttcher

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Ein Fass mit Boden

Böttcher schaffen das richtige Gefäß, um Flüssigkeiten jeder Art zu lagern: egal ob Wein, Whiskey oder Wasser. Daneben reparieren sie auch defekte Fässer, arbeiten alte Weinfässer auf oder fertigen spezielle Bottiche an, beispielsweise Saunabottiche, Holzbadewannen oder Pflanzkübel.

Was mache ich?

Zuerst wählen Böttcher, je nach späterem Verwendungszweck, das richtige Material für die Fässer und Bottiche aus. Das Material ist besonders bei Wein und Whiskey wichtig, da diese die Geschmacksnoten und Farbstoffe des Holzes annehmen. Soll der Inhalt des Fasses geschmacksneutral bleiben, beschichten Böttcher es mit Wachs.

Böttcher lagern das Holz über mehrere Monate, bevor sie es weiterverarbeiten. Sie erstellen eine genaue Skizze des Stückes und kalkulieren den Verkaufspreis. Dann besorgen sie die Zubehörteile wie Fassreifen, Ventile, Hähne und Stutzen. Um beispielsweise ein Eichenholzfass herzustellen, messen Böttcher die Holzteile für die Fasswand aus und schneiden sie zu. Die Kanten werden so bearbeitet, dass sie passgenau aneinanderstoßen.

Um die bauchige Form des Fasses zu erhalten, erhitzen Böttcher das Holz, biegen es und bringen den Fassreifen aus Stahl an. Wichtig ist, dass alles dicht anschließt, damit die Flüssigkeit nicht entweichen kann. Die Außen- und Innenwände glätten Böttcher mit einem Hobel, dann setzen sie den Fassboden ein. Schließlich bohren sie noch Spund- und Zapflöcher ein. Auf Wunsch lackieren oder beschichten sie auch die Außenseiten.

Wo arbeite ich?

Böttcher arbeiten meist in kleinen Handwerksbetrieben, beispielsweise in Böttchereien, Küfereien und Büttnereien oder in Unternehmen der Weinbau- und Keltertechnik.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen, Talent zum Zeichnen, technisches Verständnis, gute Noten in Mathe und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung im Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 490 bis € 640
  • 2. Ausbildungsjahr: € 530 bis € 715
  • 3. Ausbildungsjahr: € 625 bis € 827

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)