Brauer und Mälzer

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Hopfen und Malz zwischen Tradition und Moderne

Die Rohstoffe des Brauer- und Mälzerhandwerks sind immer dieselben: Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Und trotzdem gibt es viele verschiedene Biersorten. Das Brauereihandwerk hat lange Tradition und deutsches Bier weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Die Brauer und Mälzer in etwa 1.200 großen oder kleinen Brauereien sorgen in Deutschland dafür, dass Tradition und modernste Technik zusammen kommen.

Was mache ich?

In der Mälzerei wird das Braugetreide gekeimt und zu Malz aufbereitet, das später dem Bier seinen Geschmack gibt. Nachdem das Malz einige Wochen gelagert wurde, wird es in die Brauerei geliefert. Dort säubern und zerkleinern es die Brauer. Im Sudhaus vermischen sie das entstandene Malzschrot in riesigen Kesseln mit Wasser und erhitzen es stufenweise, bis die Maische entstanden ist. Dann filtern die Brauer die Maische und geben den Hopfen hinzu, der für das Aroma, den Schaum und die Haltbarkeit des Bieres verantwortlich ist. Dann wird alles gekocht, bis die richtige Stammwürze für die jeweilige Biersorte erreicht ist.

Wenn die Würze abgekühlt ist, geben die Brauer Hefe hinzu, die den Malzzucker in Kohlensäure und Alkohol umwandelt. Je nachdem, ob sie obergärige oder untergärige Hefe auswählen, entstehen unterschiedliche Biersorten. Danach schöpfen die Brauer die Hefe ab und pumpen das Jungbier in Lagertanks. Dort muss es einige Wochen nachreifen, damit es seinen vollen Geschmack entfaltet. Am Ende filtrieren sie das Bier, damit es klar und haltbar wird, und füllen es in Flaschen, Dosen oder Fässer.

Kosten ist für den Brauer ein Muss, denn der Gerstensaft muss nach Geschmack, Farbe und Schaumbildung geprüft werden. Auch Biermixgetränke und alkoholfreie Erfrischungsgetränke gehören mittlerweile zur Produktpalette der Brauer. Sie beraten auch Kunden und installieren oder prüfen Schankanlagen.p>

Wo arbeite ich?

Brauer und Mälzer arbeiten in Brauereien und Mälzereien. Darüber hinaus können sie bei Herstellern von Bier- und Hefeextrakt oder in Betrieben tätig sein, die Obst- und Gemüsesäfte und andere nichtalkoholische Getränke herstellen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, handwerkliches Geschick, Technisches Interesse, rasche Beobachtungsgabe, Konzentration, schnelle Reaktion, Selbstständigkeit, gute Noten in Mathematik und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung im Brauereigewerbe und in der Getränkeindustrie

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 764 bis € 862
  • 2. Ausbildungsjahr: € 859 bis € 1.013
  • 3. Ausbildungsjahr: € 940 bis € 1.203

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

Berufsfilm

Brauer und Mälzer

Dragan Trifunovic/fotolia.com

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