Buchhändler

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Experten – nicht nur für Gedrucktes

Buchhändler kümmern sich um alle Belange rund um gedruckte oder digitale Medien, egal ob Neuigkeiten auf dem Buchmarkt oder Informationen zu ganz alten „Schinken“. Dabei spielt die Wirtschaftlichkeit im Buchhandel oder Verlag eine entscheidende Rolle.

Was mache ich?

Im Bucheinzelhandel oder im Zwischenbuchhandel kaufen Buchhändler Bücher, Zeitschriften und elektronische Medien ein und verkaufen diese an ihre Kunden weiter. Oft betreuen sie eine bestimmte Fachabteilung wie beispielsweise Sachbücher oder Kinderliteratur. Um die Kunden für die Bücher zu interessieren, präsentieren Buchhändler ihre Waren ansprechend. Neben den Wünschen der Kunden haben Buchhändler auch immer die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes im Blick. Sie übernehmen Aufgaben im Rechnungswesen, Controlling und Finanzmanagement.
In Verlagen kümmern sich Buchhändler um die Programmplanung und betreuen die verschiedenen Produkte. Sie sprechen mit Autoren und Herausgebern über neue Konzepte und Manuskripte oder erarbeiten mit Mediengestaltern und Druckern die Gestaltung und Herstellung der Medien. Auch der Abschluss von Verträgen, die Lizenzvergabe oder das Controlling gehören zu den Aufgaben des Buchhändlers. Daneben erledigen Buchhändler auch redaktionelle und Lektoratsaufgaben oder packen die Waren im Vertrieb.

Wo arbeite ich?

Buchhändler arbeiten meist im Bucheinzelhandel und Zwischenbuchhandel sowie in Verlagen. Auch in Antiquariaten oder Einrichtungen der Kultur- und Medienbranche sind sie tätig. Je nach Aufgabenbereich sind Buchhändler viel unterwegs.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Flexibilität, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit, Kundenorientierung, Verhandlungsgeschick, Interesse an Literatur und Wirtschaft

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Buchhandel oder Verlagswirtschaft kann man an verschiedenen Fachhochschulen und Universitäten studieren – als Schwerpunkt- oder eigenständiges Fach. Das Bachelorstudium dauert 3 bis 4 Jahre, ein Masterstudium weitere 1 bis 2 Jahre. Für Buchhändler ist damit häufig ein direkter Berufseinstieg möglich. Einige Studienangebote können auch ausbildungs- oder berufsbegleitend absolviert werden.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 594 bis € 797
  • 2. Ausbildungsjahr: € 654 bis € 885
  • 3. Ausbildungsjahr: € 694 bis € 1.020

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)