Edelsteinfasser

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Luxus pur!

Edelsteinfasser fertigen kostbare Unikate. Schmuckstücke besetzt mit Diamanten, Rubinen, Smaragden, Bernsteinen oder Topasen – das ist feine und extravagante Handwerksarbeit. Beim Umgang mit solch wertvollen Steinen muss man buchstäblich »die Fassung« bewahren – denn auf die richtige Fassung kommt es an. Sie hält nicht nur den Stein, sondern bringt ihn auch optimal zur Geltung.

Was mache ich?

Die Arbeit des Edelsteinfassers nennt man „Fassen“ – das Einsetzen und Befestigen von Edelsteinen wie Rubine, Smaragde oder Perlen und Halbedelsteine. Damit verziert er Schmuckstücke, Dosen oder gar Kronen.

Doch bevor es mit viel Fingerspitzengefühl an die handwerkliche Arbeit geht, ist erst das kreative Gespür des Edelsteinfassers gefragt. Unter der Berücksichtigung von harmonischen Farbkombinationen, modischen Details und vor allem der optimalen Fassung entsteht eine Zeichnung.

Nach dieser Vorlage fräst, sägt und feilt er den kostbaren Stein in die gewünschte Größe. Dabei fangen Edelsteinfasser auch die noch so kleinsten Reste von den wertvollen Edelsteinen auf, damit sie diese später noch weiter verwenden können. Danach formen sie aus erhitztem Metallstreifen die richtige Fassung, befestigen sie am Schmuckstück und schlagen den Stein sorgfältig hinein. Je kleiner der Stein, desto größer ist die Herausforderung.

Wo arbeite ich?

Edelsteinfasser arbeiten in Betrieben der Schmuck herstellenden Industrie, in Juweliergeschäften mit angeschlossener Reparaturwerkstatt, in handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten oder bei Antikschmuckhändlern.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Fingerfertigkeit, Gespür für Formen und Farben, Geduld und sorgfältiges Arbeiten, Zeichentalent

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5 –jährige duale Ausbildung in der Schmuckindustrie oder handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 994
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.057
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.150
  • 4. Ausbildungsjahr: € 1.212

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quellen:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2017