Edelsteingraveur

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Für die persönliche Note

Edelsteingraveure arbeiten filigrane Details in Schmuckstücke ein – ein Kettenanhänger mit dem eigenen Namen oder das Familienwappen auf einem Ring. So erhält jeder Edelstein noch eine ganz persönliche Note.

Was mache ich?

Ob Einzelstück oder in Serie – Edelsteingraveure setzen Bilder, Porträts, Monogramme oder Muster mit viel Feingefühl auf Edel- und Schmucksteine um. Darüber hinaus arbeiten sie aus den Steinen auch kleine Figuren oder Objekte heraus. Nicht jeder Stein ist gleich, ihre Beschaffenheit muss bei der Bearbeitung genauso beachtet werden wie man das richtige Werkzeug auswählen muss.

Kommt ein Kunde in das Geschäft, besprechen die Edelsteingraveure das Motiv. Dabei achten sie auf die genauen Wünsche ihrer Kunden, können aber auch eigene Vorstellungen einbringen. Vor Beginn der Arbeit fertigen sie eine genaue Skizze an. Mit einem Metallstift übertragen Edelsteingraveur die Vorlage vorsichtig auf den Stein, bevor die Feinarbeit beginnt. Für Porträts verwenden sie beispielsweise mehrfarbige Achatscheiben, die Reliefs in Fotografieoptik schaffen. Bei Wappen, Anhängern oder Broschen arbeiten Edelsteingraveure tiefer in den Stein hinein. Am Schluss polieren sie ihr graviertes Werk mit Lederscheiben und Bürsten, bis es strahlend leuchtet.

Wo arbeite ich?

Edelsteingraveure arbeiten in der industriellen Schmuckwarenherstellung oder in handwerklichen Edelstein- und Schmuck-Graveur-Werkstätten. Auch in Schmuckateliers, Juweliergeschäften oder in Herstellungsbetrieben für Diamantwerkzeuge sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältig, verantwortungsbewusst, genau, kundenorientiert, geschickt, Gespür für Ästhetik, zeichnerisches Talent, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 994
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.057
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.150

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2017