Edelsteinschleifer

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Kleines ganz groß herausbringen

Edelsteinschleifer erarbeiten aus den rohen Edelsteinen mit speziellem Werkzeug ganz besondere Schmuckstücke. Mit dem richtigen Schliff bekommen Rubine, Saphire oder Opale nicht nur ihr wahres Aussehen, sondern auch ihren Wert.

Was mache ich?

Der Kunde weiß meist genau, was er möchte. In einem ausführlichen Gespräch erfahren Edelsteinschleifer, welche Steine für welchen Zweck geschliffen werden sollen. Je nach der späteren Verwendung wählen sie die Rohedelsteine nach Größe, Farbe und Reinheit aus, aber auch nach ihrer Form, Härte, Spaltbarkeit und Lichtbrechung. Viele Edelsteinschleifer reisen dazu direkt in die Fördergebiete in Asien, Südamerika und Australien.

In der Werkstatt zerteilen und schleifen Edelsteinschleifer die Steine mit speziellen Geräten. Die Rohsteine haben oft kleinere Randfehler, die entfernt werden müssen. So arbeiten die Edelsteinschleifer nach und nach die Besonderheiten des Steines heraus und bringen ihn in seine spätere Form.

Mit der Schleifscheibe arbeiten sie die Wölbung des Steins entlang der vorgezeichneten Konturen gleichmäßig heraus. So entstehen glatte, flache oder angeeckte Steine. Dann entfernen sie kleine Kratzer und Unebenheiten mit einer feineren Scheibe. Am Schluss polieren sie den Stein mit einer Filz- oder Lederscheibe und prüfen mit Messgeräten die Qualität der Oberfläche. Mitunter verändern Edelsteinschleifer Schmucksteine zusätzlich, damit sie mehr glänzen oder sich leicht verfärben.

Wo arbeite ich?

Edelsteinschleifer arbeiten in der industriellen Schmuckwarenherstellung sowie in handwerklichen Edelstein- und Schmuckwerkstätten. Auch in Werkstätten von Schmuckateliers und Juweliergeschäften sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältig, verantwortungsbewusst, handwerkliches Geschick, genau, Gespür für Ästhetik, Fingerfertigkeit, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in handwerklichen und industriellen Unternehmen der Edelstein- und Schmucksteinbearbeitung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 994
  • 2. Ausbildungsjahr: € 1.057
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.150

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juli 2017