Erzieher

Sensible Beobachter

Erzieher erforschen und entwickeln Persönlichkeiten und brauchen dabei starke Nerven. Vor allem darf die Fantasie nicht einrosten, denn bei aller Theorie: miteinander spielen, basteln, backen darf auf keinen Fall zu kurz kommen.

Was mache ich?

Erzieher betreuen Kinder und Jugendliche. Aufgabe ist es, die Kinder zu beschäftigen. Dabei beobachten Erzieher das Verhalten und fördern gezielt die soziale, psychische oder körperliche Entwicklung einzelner Kinder oder Gruppen. In diesem Beruf hat man stets ein offenes Ohr für Probleme und versucht, gemeinsam eine Lösung zu finden.

Entscheidend ist die Gestaltung des Alltags, denn so lernen die Kinder in der »realen Welt«. Erzieher haben zudem einen guten Draht zu Eltern oder Lehrern und bleiben in Kontakt mit Jugendämtern und Psychologen. Fingerspitzengefühl und eine flüssige Organisation sind in diesem Beruf gefragt.

Wo arbeite ich?

Erzieher arbeiten in Kindergärten und -krippen, Horten, Heimen, Jugendzentren, in Beratungsstellen, Sonderschulen oder Internaten. Auch in therapeutischen Einrichtungen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung oder Erholungs- und Ferienheimen sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Realschulabschluss und der erfolgreiche Abschluss einer für den Ausbildungsgang förderlichen, anerkannten Berufsausbildung von mindestens 2-jähriger Dauer, z.B. Kinderpfleger, Erziehungshelfer oder eine sonstige anerkannte Berufsausbildung in der Alten-, Familien- oder Krankenpflege oder eine 2-jährige Berufsausbildung mit Berufstätigkeit. Alternativ eine erziehende oder pflegende Tätigkeit von mindestens sieben Jahren, Durchsetzungsvermögen, Stressresistenz, Einfühlungsvermögen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

2 bis 4-jährige schulische Ausbildung mit Praktika, staatlich anerkannter Abschluss

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Der Besuch von schulischen Einrichtungen der Aus- bzw. Weiterbildung wird nicht vergütet.

Der berufspraktische Teil der Aus- bzw. Weiterbildung kann vergütet werden.

Wird der für die Aus- bzw. Weiterbildung erforderliche Praxisanteil im Rahmen der beruflichen Tätigkeit absolviert, erhalten die Teilnehmer/innen eine dementsprechende Vergütung.

Das für die staatliche Anerkennung erforderliche Berufspraktikum wird mit einem Praktikumsentgelt vergütet; dieses beträgt in kommunalen Einrichtungen € 1.501 pro Monat.

Quelle:

Tarifvertrag für Praktikantinnen/Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD) (Stand: Februar 2018)

Berufsfilm