Estrichleger

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Festen Boden unter den Füßen – Wohnkomfort und Ruhe vor den Nachbarn

Ohne den Estrichleger läuft in der Altbausanierung, beim Neubau oder bei Industriebauten gar nichts! Viele Zwischenschichten muss er beim Bau legen, damit Feuchte und Wärme keine Chance haben. Ebenso sind begehbare Spezialestriche in Museen oder Modehäusern mit künstlerischer Gestaltung gefragt.

Was mache ich?

Nahezu jeder Fußboden muss besondere Anforderungen erfüllen. Entsprechend der vorgesehenen Nutzung bauen die Estrichleger Dämm- und Sperrschichten für entsprechenden Feucht- und Wärmeschutz in die Wohneinheiten ein. Sie erstellen je nach Verwendungszweck mit unterschiedlichen Materialien die optimale Fußbodenkonstruktion.

Im Wohnungsbau werden schwimmende Estriche auf Trennschicht oder im Verbund für die Schall- und Wärmedämmung verlegt. Spezielle und direkt begehbare Verbundstriche mit einer hohen Festigkeit werden in Werkhallen der Industrie oder für Sportstätten benötigt. Der Aufgabenbereich umfasst alle Arten von Versiegelung, Imprägnierung und Beschichtung ebenso wie das Verlegen spezieller Bodenbeläge aus Kork, Gummi, Laminat oder Kunststoffen. Außerdem stellen Estrichleger fugenlose Terrazzoböden her oder sanieren ältere Bodenflächen.

Neben der praktischen Tätigkeit ist er Fachmann für die unterschiedlichen Werkstoffe und deren Verarbeitung und er verfügt über Kenntnisse zu den Werten der Wärme- und Schallschutzverordnung.

Wo arbeite ich?

Arbeitgeber sind Ausbildungsbetriebe im Bauhauptgewerbe wie Ausbaufachfirmen, Fußbodenfirmen, Industrie- oder Wohnungsbaufirmen. Die abwechslungsreiche Arbeit ermöglicht auch andere Fachberufe, wie Stuckateur oder Fliesen- und Mosaikleger kennen zu lernen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Spaß an der Arbeit im Team und auf wechselnden Baustellen, gesundheitlich fit sein, Hauptschulabschluss, technisches und handwerkliches Verständnis, schnelle Auffassungsgabe

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung, nach zwei Jahren Abschluss als Ausbaufacharbeiter/in und mit dem dritten Jahr folgt der Berufsabschluss als Estrichleger/in

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910 bis € 1.135
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.130 bis € 1.410

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)