Fachkraft für Schutz & Sicherheit

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Mit dem eigenen Leben schützen

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit sorgt für Ordnung. Die Frauen und Männer schützen nicht nur Personen und Werttransporte, sondern auch Objekte und Veranstaltungen. Durch Nahkampftechniken, aber auch durch das Mitführen von Schusswaffen können sie Personen abdrängen oder überwältigen. Dabei setzen sie nicht selten ihr eigenes Leben aufs Spiel.

Was mache ich?

Beim Objekt- und Anlagenschutz sorgen Fachkräfte für Schutz und Sicherheit dafür, dass nur Berechtigte Zutritt erhalten. Sie beobachten die Geschehnisse mit Überwachungskameras, verschaffen sich jedoch auch durch Rundgänge, teilweise begleitet von Hunden, einen Überblick. Da viele Objekte und Anlagen rund um die Uhr bewacht werden, arbeiten Fachkräfte für Schutz und Sicherheit oft im Schichtdienst. Im Ernstfall ergreifen sie die notwendigen Maßnahmen und benachrichtigen die Werksleitung, die Polizei oder die Feuerwehr.

Auf Bahnhöfen entschärfen sie Konfliktsituationen. Die Sicherheitskräfte halten Jugendliche vom Ballspielen auf dem Bahnsteig ab oder beruhigen aggressive Fahrgäste. Bei Veranstaltungen kontrollieren sie zusätzlich auch Fluchtwege oder helfen bei der Einlasskontrolle. Bei Werttransporten fahren sie speziell gepanzerte Fahrzeuge oder begleiten die Fahrer. Dabei wählen sie immer neue Fahrtrouten, um nicht überfallen zu werden. Besonders aufwendig ist der Personenschutz. Politiker, Filmstars, aber auch Privatpersonen werden im Alltag von den Fachkräften für Schutz und Sicherheit begleitet und gegen Belästigungen oder Gefahren abgeschirmt.

Wo arbeite ich?

In erster Linie arbeiten Fachkräfte für Schutz und Sicherheit in Sicherheitsfirmen oder in der Sicherheitsberatung und -schulung. Auch in Sicherheitsabteilungen von Bahnhöfen, Flughäfen oder Verkehrsgesellschaften, bei Messe- und Veranstaltungsunternehmen oder für Werttransportfirmen sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft, psychische Belastbarkeit, Konfliktfähigkeit, selbstsicher, durchsetzungsfähig, verschwiegen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 800
  • 2. Ausbildungsjahr: € 560 bis € 850
  • 3. Ausbildungsjahr: € 620 bis € 900

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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