Feinoptiker

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Feinsten Durchblick

Feinoptiker sorgen für den richtigen Durchblick – in allen Lebenslagen! Sie stellen nicht nur Brillengläser, sondern auch Linsen für digitale Camcorder oder medizinische Untersuchungsgeräte her. Ihre Produkte kommen sogar in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz.

Was mache ich?

Feinoptiker stellen verschiedene Glasbauteile für optische Instrumente und Geräte her. Auch bauen sie feinoptische Geräte zusammen, montieren und justieren sie oder führen Wartungsarbeiten durch.

Je nach Auftrag sucht der Feinoptiker aus rund 150 Glassorten das geeignete heraus. Mit Glasschneidern oder Diamantsägen schneiden Feinoptiker Rohlinge aus dem Glasblock und bearbeiten diese mit unterschiedlichen Schleif- und Poliermaschinen. Danach kommen die Stücke in die Zentriermaschine, die mit einem Laserstrahl soviel von jeder Linse abschleift, bis ihr Durchmesser stimmt. Einige optische Bauteile werden durch Feinoptiker auch beschichtet oder verspiegelt. Schließlich reinigen Feinoptiker die Linsen mit Ultraschall.

Damit auch hochwertige Präzisionsarbeit herauskommt, werden die Werkstücke ständig auf Exaktheit geprüft und gemessen. Denn für den Einsatz in Kameras, Mikroskopen, Ferngläsern und weiteren optischen Feingeräten wird ein sehr hoher Qualitätsstandard gefordert. Nach der Arbeit reinigen Feinoptiker die Maschinen und fertigen ein Protokoll an.

Wo arbeite ich?

Feinoptiker arbeiten in der Herstellung und Reparatur von optischen, fotografischen oder feinmechanischen Produkten. Auch im Einzelhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

räumliches Vorstellungsvermögen, Fingergeschick, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, gute Ausdrucksfähigkeit, gute Noten in Mathe, Physik und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 936 bis € 1.010
  • 2. Ausbildungsjahr: € 987 bis € 1.056
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.056 bis € 1.149
  • 4. Ausbildungsjahr: € 1.094 bis € 1.211

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)