Flachglasmechaniker

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Durchblick garantiert

Die Werke der Flachglasmechaniker, die Fensterscheiben benutzen wir heute so selbstverständlich, dass es uns kaum noch auffällt. Im frühen Mittelalter dagegen war es besonders im Winter in den Burgen kalt, dunkel und zugig, da es noch keine Glasfenster gab. Erst als das Fensterglas im 13. Jahrhundert eingesetzt wurde, wurde das häusliche Leben angenehmer.

Was mache ich?

Das sogenannte Flachglas verarbeitet der Flachglasmechaniker zu den unterschiedlichsten Flachglasprodukten, beispielsweise zu gläsernen Platten für Tische, Türen und Vitrinen, Spiegel oder Scheiben für Fenster oder Auto.

Flachglasmechaniker schneiden die großen Glas- und Spiegeltafeln auf das gewünschte Maß zu. Eine computergesteuerte Koordinatenschneidemaschine erleichtert das Schneiden von runden oder ovalen Flächen. Kniffliger wird es, wenn sie das Glas mit der Hand zuschneiden. Dies gelingt ihnen mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen für diesen zerbrechlichen Werkstoff.

Anschließend bearbeiten die Flachglasmechaniker die Glasoberflächen mit verschiedenen Bearbeitungsmaschinen und Veredelungstechniken. So wird das Glas durch Sandstrahlen, Ätzen oder einer speziellen Gravur glasklar, glänzend und edel.

Wo arbeite ich?

Flachglasmechaniker arbeiten in Herstellungsbetrieben von Flachglaserzeugnissen wie z.B. Glasspiegeln, Sicherheits- oder Isolierverglasungen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, Freude an der Arbeit mit Glas und mit Maschinen, sorgfältiges Arbeiten, Ruhe und Konzentrationsfähigkeit, Freude an Gestaltung

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 680 bis € 720
  • 2. Ausbildungsjahr: € 732 bis € 770
  • 3. Ausbildungsjahr: € 837 bis € 870

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand Juni 2016