Fleischer

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Nicht nur um die Wurst, um Geschmack geht es!

Auf den Fleischer-Beruf passen zwei Sprichwörter: »Handwerk hat goldenen Boden« und »Gegessen wird immer«. Das traditionelle Handwerk ist sehr sicher, denn gegessen wird immer und überall auf der Welt. Aber der Beruf hat auch sehr moderne Züge. Mit viel Kreativität entwickelt der Fleischer neue Kreationen und Verfeinerungen.

Was mache ich?

Die Fleischer betäuben und töten Tiere, nehmen sie aus und enthäuten sie. Anschließend zerlegen sie die Tierkörper sachgerecht und bereiten sie für den Kauf oder die Weiterverarbeitung vor. Einen Teil des Fleisches verarbeiten Fleischer zu Fleisch- und Wurstwaren. Dabei spielen eigene Rezepte und die richtige Auswahl der Zutaten eine große Rolle. Auch das sachgemäße Haltbarmachen und Verpacken gehört zu den Aufgaben des Fleischers.

Im Laden wird das Fleisch portioniert und mit einem Preis versehen. An den Verkaufstheken erhalten die Kunden Auskunft über die Herkunft des verkauften Fleisches und über Zusatz- und Konservierungsstoffe in der Wurst.

Viele Fleischereien haben heute auch einen angeschlossenen Imbissbetrieb, der betreut werden muss. Manche Fleischereien besitzen auch einen Party- und Veranstaltungsservice anbietet, beraten Fleischer die Kunden über Angebote, Kosten und die mögliche Zusammenstellungen der Speisen.

Wo arbeite ich?

Fleischer arbeiten vor allem in Fleischerfach- und Einzelhandelsgeschäften, in Fleischgroßmärkten oder in Schlachtbetrieben. Auch in der Gastronomie sind sie tätig, beispielsweise in einem Restaurant mit eigener Metzgerei.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

flexibel, kreativ, zuverlässig, Hygienebewusstsein, gute Mathematikkenntnisse

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, im dritten Ausbildungsjahr kann zwischen drei Fachrichtungen gewählt werden: Schlachten, Herstellen von Feinkost und Konserven, Verkauf

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 530 bis € 740
  • 2. Ausbildungsjahr: € 620 bis € 855
  • 3. Ausbildungsjahr: € 710 bis € 1.050

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)