Fliesen-, Platten- und Mosaikleger

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Nie um eine Fliese verlegen

Fliesenleger werden dann gebraucht, wenn ein Boden oder eine Fläche möglichst viele Zwecke erfüllen soll: gut zu reinigen, strapazierfähig, ästhetisch und zusätzlich z.B. auf Bahnhöfen durch rillierte oder farbkontrastreiche Platten die Orientierung erleichtern soll. Diesen vielen Ansprüchen müssen nicht nur die Fliesen und Platten sondern auch die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger mit ihrer Arbeit gerecht werden.

Was mache ich?

Dazu beraten Fliesenleger ihre Kunden zuerst bei der Auswahl der geeigneten Fliesen und Platten und bei der richtigen Verlegetechnik. Sie beachten dabei unter anderem hygienische und gestalterische Aspekte. So sind etwa in Großküchen, Labors und bestimmten Bereichen von Krankenhäusern Fliesen vorgeschrieben und auch Schwimmhallen, Badezimmer, Küchen, Flughäfen, U-Bahnstationen oder Unterführungen sind ohne Fliesen oder Bodensteinplatten kaum vorzustellen. Zusätzlich sollen diese Räume meist auch noch gut aussehen und werden mit farbigen Platten und Mosaiken verziert.

Sind die Rahmenbedingungen klar, planen die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger den Materialaufwand und erstellen Werk- und Verlegepläne, damit sie die richtige Anzahl der Fliesen beschaffen, die Fliesen genau an Ecken und Vorsprünge anpassen und Muster um Ecken herum fortsetzen können.

Eventuell müssen Fliesen-, Platten- und Mosaikleger den Untergrund vorbereiten, Unebenheiten ausgleichen oder Gefälle anlegen und Wärme-, Schall und Feuchtigkeitsschutzschichten einziehen. Schließlich werden die Fliesen, Platten oder Mosaiken verlegt und die Fugen verfüllt. Zuletzt prüft der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger seine Arbeit und stellt seine Leistung in Rechnung.

Wo arbeite ich?

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger arbeiten zumeist in Handwerksbetrieben des Ausbaugewerbes auf Baustellen im Außen- und Innenbereich, bei Fassadenverkleidungen auch auf Gerüsten. Sie kommen zudem im Hoch-, Tief- und Straßenbau zum Einsatz.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

räumliches Vorstellungsvermögen, handwerkliches Geschick, Genauigkeit, Kreativität, gute Noten in Mathematik und Deutsch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Berufsausbildung mit Prüfung bei der Handwerkskammer oder der IHK

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910 bis € 1.135
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.130 bis € 1.410

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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