Forstwirt

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Die »grünen Lunge« hegen

Der Forstwirt trägt mit seiner Arbeit direkt zu unserem Wohlergehen bei: Denn die Wälder, die er pflegt und bewirtschaftet, sind unsere grüne Lunge – sie reinigen die Luft und bieten uns Platz zur Erholung. Aber auch zur Produktion des nachwachsenden Rohstoffes Holz und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen dienen sie.

Was mache ich?

Forstwirte pflegen und erhalten das komplexe System Wald. Dabei beachten sie den Naturschutz, aber auch wirtschaftliche Interessen. Sie pflanzen junge Bäume ein und verjüngen damit bestehende Wälder oder legen auf freien Flächen neuen Wald an. Forstwirte müssen die Bäume vor Schädlingen und Schadstoffen schützen. Dabei umzäunen sie beispielsweise Areale im Wald oder bringen einen Schutz an jungen Bäumen an, um Wildverbiss zu verhindern. Auch beschneiden sie erkrankte Bäume, beseitigen Wind- und Sturmschäden oder fällen Bäume, die zu dicht stehen. Forstwirte haben bei ihrer Arbeit den Wald als Biotop im Blick. Sie schützen zum Beispiel Vögel, Fledermäuse oder Ameisen, denn diese vertilgen Baumschädlinge.

Meist sind Forstwirte jedoch mit der Holzernte beschäftigt. Sie überprüfen die Bestände im Wald, planen den Abschlag der Bäume und achten auf einen guten und gesunden Wuchs. Sie fällen und entasten Bäume mit der Motorsäge und transportieren sie mit Forstmaschinen. Am Schluss kümmern sich die Forstwirte um die Lagerung des Holzes, vermessen, sortieren und kennzeichnen es, bevor der Verkauf statt findet.

Wo arbeite ich?

Forstwirte arbeiten bei kommunalen Forstbetrieben und forstwirtschaftlichen Unternehmen, aber auch in Forstämtern.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Körperbeherrschung, stabile Gesundheit, räumliche Orientierung, Verantwortungsbewusstsein, Umsicht, gute Noten in Mathe und Biologie

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 520 bis € 937
  • 2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 991
  • 3. Ausbildungsjahr: € 615 bis € 1.041

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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