Gärtner Fachrichtung Obstbau

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Obstanbau von der Pflanzung bis zur Ernte

Gärtner für Obstbau sorgen dafür, dass je nach Jahreszeit Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Erdbeeren oder Johannisbeeren in die Läden kommen. Denn immer mehr Menschen achten auf gesunde, abwechslungsreiche und vitaminreiche Kost. Besonders frisches Obst aus heimischem Anbau ist beliebt.

Was mache ich?

Gärtner für Obstbau vermehren, kultivieren und ernten Obst, verkaufen jedoch auch die Bäume oder Setzlinge. Sie pflanzen und pflegen die Obstbäume, um qualitativ hochwertiges Obst zu bekommen. Sie sorgen für die richtige Auswahl der Pflanzflächen, die fachgemäße Bodenpflege und Schnittarbeiten sowie umweltschonende Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnahmen.

Zur richtigen Zeit führen die Gärtner dann die sachgemäße Ernte des Obstes durch. Auch das Sortieren, Abpacken und Lagern des Obstes gehört dazu. Spezielle Lagerverfahren sorgen dafür, dass Obst über einen längeren Zeitraum bei gleicher Frische angeboten werden kann. Einige Gärtner vermarkten ihre Produkte selbst und beraten ihre Kunden direkt.

Niedrige Baumformen und moderne Technik erleichtern ihnen Pflege und Ernte. Entsprechende Maschinen beschleunigen auch Sortierung, Verpackung und Transport – alles im Interesse der Produktqualität.

Wo arbeite ich?

Gärtner der Fachrichtung Obstbau arbeiten in Obstbaubetrieben und in gartenbaulichen Firmen oder Gartencentern. Sie sind aber auch in Gärtnereien mit integrierten Baumschulen oder in landwirtschaftlichen Betrieben mit Obstanbau tätig. Auch in Stadtgärtnereien oder in Garten- und Parkanlagen finden sie Beschäftigung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältig, geschickt, Interesse an Biologie, Neigung zu praktisch-zupackender Tätigkeit, Freude an Arbeit im Freien, Aufgeschlossenheit, saisonbedingt und nach Rücksprache Bereitschaft zur Wochenendarbeit, körperliche Belastbarkeit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, wer ein Abitur gemacht bzw. schon eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann, kann die Ausbildung auf 2 Jahre verkürzen

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 350 bis € 640
  • 2. Ausbildungsjahr: € 470 bis € 680
  • 3. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 740

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

Berufsfilm