Gießereimechaniker

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Alles aus einem Guss

Gießereimechaniker stellen solche Gussteile her, die unser Leben überall begleiten. In jedem Auto, in Flugzeugen, in Computern, in Formel-1-Rennwagen, in Schiffen, aber auch im Haushalt befinden sich Bauteile, die gegossen wurden. Gießen ist vermutlich das älteste Formgebungsverfahren und der kürzeste Weg vom Rohstoff zum Endprodukt.

Was mache ich?

Der gesamte Produktionsablauf führt der Gießereimechaniker aus. Zuerst liefert der Modelbauer ein exaktes Model des Gussstücks. Dann fertigt der Gießereimechaniker die Gussform. Das Metall wird geschmolzen und legiert und mit dem flüssigen Rohstoff gefüllt. Nach dem Guss folgt Reinigung und Nachbehandlung. Am Schluss prüft er noch die Maße und die Qualität des Stückes. Die Arbeit führt der Gießereimechaniker mit Hilfe von modernen Maschinen durch, die er entweder von der Schaltzentrale aus oder direkt während des Ablaufs überwacht.

Es gibt drei unterschiedliche Fachrichtungen: Beim Druck- und Kokillenguss stellen Gießereimechaniker mithilfe von Dauerformen Gussstücke im Druck-, Kokillen- oder Stranggussverfahren her. Gießereimechaniker der Fachrichtung Handformguss stellen die Gussformen, meist Sandformen, von Hand her und produzieren die Gussteile in Kleinserien oder als Einzelstücke. Beim Maschinenformguss fertigen sie die Gussteile maschinell an.

Wo arbeite ich?

Gießereimechaniker arbeiten in Betrieben der Hütten- und Stahlindustrie, im Kraftfahrzeugbau, in der Arbeitsvorbereitung, in der Forschung und Entwicklung oder im Labor.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, mathematische Fähigkeiten, gute körperliche Kondition, räumliches Vorstellungsvermögen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige duale Ausbildung, Fachrichtungen: Druck- und Kokillenguss, Handformguss oder Maschinenformguss

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 861 bis € 875
  • 2. Ausbildungsjahr: € 891 bis € 897
  • 3. Ausbildungsjahr: € 939 bis € 941
  • 4. Ausbildungsjahr: € 992 bis € 1.006

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)