Gleisbauer

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Mehr als nur Weichen stellen

Vom Gleisbauer hängt die Sicherheit vieler Fahrgäste ab. Viele Tausend Kilometer Bahnschienen durchziehen Deutschland. Straßenbahn- sowie U- und S-Bahnen-Schienen in den Städten, aber auch Eisenbahnstrecken über Land müssen jederzeit in einem optimalen Zustand sein.

Was mache ich?

Gleisbauer sichern die Baustellen mit Warn- und Hinweisschilder oder Warnsignalen. Dann wird der Unterbau und Oberbau aus Schotter, Beton oder Asphalt hergestellt. Dazu heben sie Gruben und Schächte aus, entwässern oder planieren den Untergrund, legen Werkleitungen und sichern Böschungen. Sie bereiten das Gleisbett vor, bauen den Schotter ein und verdichten ihn, verlegen Schwellen aus Holz oder Beton, befestigen und verschweißen Schienen und montieren Weichen.

Gleisbauer stellen Bahnübergänge her und kontrollieren die Gleisanlagen. Sie wechseln fehlerhafte und abgenutzte Teile aus. Sie ziehen Schwellenschrauben nach, beseitigen Höhen- und Richtungsfehler, unterfüttern lose liegende Schwellen oder erneuern die notwendige Gleisbettung. Wenn nötig schweißen sie eine neue Schiene ein.

Wo arbeite ich?

Gleisbauer arbeiten in Betrieben des Tiefbaus, bei Verkehrsbetrieben sowie Betreibern von Schienennetzen. Auch bei Straßenbaufirmen oder im Rohrleitungs- und Kabelleitungstiefbau sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Teamfähigkeit, Interesse für Mechanik und Maschinen, technisches Geschick, Zuverlässigkeit, Freude am Arbeiten im Freien, Bereitschaft zu unregelmäßiger Arbeitszeit, handwerkliches Geschick

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, in den ersten 2 Jahren erfolgt die Grundbildung zum Tiefbaufacharbeiter, danach 1 Jahr Vertiefungsausbildung zum Gleisbauer

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910 bis € 1.135
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.130 bis € 1.414

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)