Heilerziehungspfleger

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Einfühlsame Hilfe im Alltag geben

Den Menschen helfen – das ist für Heilerziehungspfleger mehr als ein guter Vorsatz. Die Heilerziehungspfleger sorgen dafür, dass sich die betreuten Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen geborgen fühlen. Sie helfen ihnen dabei, ihren Alltag zu bewältigen, und versuchen weitestgehende Selbstständigkeit zu ermöglichen. Dabei lassen sie sich selbst von Depressionen oder Wutausbrüchen nicht entmutigen.

Was mache ich?

Heilerziehungspfleger helfen bei ganz alltäglichen Aufgaben: Sie kaufen gemeinsam mit den ihnen anvertrauten Menschen ein, kochen mit ihnen und unterstützen sie bei der Körperpflege. Aber sie leisten noch mehr. Durch eine individuelle Betreuung fördern und begleiten sie die Menschen mit Behinderung in deren persönlicher Entwicklung. Sie unternehmen gemeinsame Ausflüge oder regen zum Malen, Basteln und Musizieren an. Mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld aktivieren sie deren Fähigkeiten, wecken neue Interessen und geben Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Förderung der Schützlinge ist eine Aufgabe, die mit viel Planung verbunden ist. Heilerziehungspfleger erstellen deshalb detaillierte Förderpläne und setzen diese um. Neben Verhalten und Gemeinschaftsfähigkeit der betreuten Personen werden auch die schulische und berufliche Eingliederung gefördert. Heilerziehungspfleger besprechen sich dabei mit anderen Fachkräften und -diensten, aber auch mit den Angehörigen der betreuten Personen, etwa mit Eltern, Verwandten oder Freunden. Auf dieser Grundlage regen sie therapeutische Maßnahmen an und organisieren diese.

Wo arbeite ich?

Heilerziehungspfleger arbeiten in Einrichtungen zur Eingliederung und Betreuung von Menschen mit Behinderung. Das können Tagesstätten oder Wohn- und Pflegeheime sein, aber auch ambulante soziale Dienste. Auch in Förderschulen, Kindergärten oder in Privathaushalten betreuen sie Menschen mit Behinderung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Verantwortungsbewusstsein, gern Kommunizieren und Motivieren, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen, Planungs- und Organisationsfähigkeit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Die Ausbildung dauert in Vollzeit 2 bis 3 Jahre, in Teilzeit 3 bis 4,5 Jahre, je nachdem, ob Zusatzqualifikationen Bestandteil der Ausbildung sind.

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Der Besuch von schulischen Einrichtungen der Aus- bzw. Weiterbildung wird nicht vergütet.

Der berufspraktische Teil der Aus- bzw. Weiterbildung kann vergütet werden.

Wird der für die Aus- bzw. Weiterbildung erforderliche Praxisanteil im Rahmen der beruflichen Tätigkeit absolviert, erhalten die Teilnehmer/innen eine dementsprechende Vergütung.

Wird das erforderliche Berufspraktikum in kommunalen Einrichtungen oder in Einrichtungen von Trägern, die sich an deren tarifliche Vereinbarungen anlehnen, abgeleistet, wird es mit einem Praktikumsentgelt von € 1.333 im Monat vergütet.

Quelle:

Tarifvertrag für Praktikantinnen/Praktikanten des öffentlichen Dienstes (TVPöD)

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