Holz- und Bautenschützer

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Da ist kein Wurm drin

Der Holz- und Bautenschützer ist quasi der Superheld für historische Gebäude. Holz ist ein beliebter Baustoff, aber auch anfällig für Fäulnis, Pilze und Insekten. Deshalb setzt sich der Holz- und Bautenschützer für den Schutz von historischen Gebäuden und Neubauten, Holzhäusern, Dachstühlen und Fachwerk ein.

Was mache ich?

Wie der Name schon verrät, gibt es innerhalb dieses Berufes zwei Fachrichtungen, die Fachrichtung Holzschutz und die Fachrichtung Bautenschutz.

Holz- und Bautenschützer der Fachrichtung Holzschutz finden heraus, welche Holzschädlinge das Holz befallen haben. Sind es Insekten, Schwämme oder Pilze? Wie groß ist der verursachte Schaden und wo kommen die Schädlinge her? Dabei kann es in unzugänglichen Dachnischen auch schon mal eng und staubig werden. Je nach Art des Befalls entscheiden die Holz- und Bautenschützer in Absprache mit dem Kunden über die Art des Bekämpfungsverfahrens, beispielsweise thermische, chemische oder umweltschonende Verfahren.

Holz- und Bautenschützer der Fachrichtung Bautenschutz führen entweder vorbeugend Maßnahmen durch, damit sich Pilze oder Schwämme gar nicht erst einnisten. Oder sie setzen nach der Schädlingsbeseitigung Gebäudeteile wieder in Stand. Vorbeugend setzen sie beispielsweise Bleche ein, die als Horizontalsperre dienen, damit die Feuchtigkeit nicht aufsteigen kann. Sie dichten Bauteile, die die den Boden berühren, mit speziellen Materialien ab und setzen zur Isolation Folien und Platten ein. Nach einem Feuchtigkeitsschaden trocknen die Bautenschützer die Bauwerke aus, verfugen und verputzen das beschädigte Mauerwerk.

Wo arbeite ich?

Holz- und Bautenschützer arbeiten im Ausbaugewerbe, z.B. in Trockenbau- oder Zimmereibetrieben, in Hochbauunternehmen, z.B. in Fachbetrieben für Gebäudetrocknung. Sie kommen auch in Dienstleistungsbetrieben für Desinfektion und Schädlingsbekämpfung zum Einsatz.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse für Naturwissenschaften, Gestaltungssinn, handwerkliches Geschick, Umweltbewusstsein, Interesse für Architektur und Konservierungstechniken

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in den Fachrichtungen: Holzschutz oder Bautenschutz

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 705 bis € 785
  • 2. Ausbildungsjahr: € 910 bis € 1.135
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.130 bis € 1.410

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)