Holzbildhauer

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Vom Holzklotz zum Kunstwerk

Die Holzbildhauerei ist eine der ältesten bildenden Künste der Kulturgeschichte. Das Besondere ist die Dreidimensionalität der Kunstwerke. Und ganz wie Geppetto von einem Holzklotz begeistert ist und sein Kunstwerk Pinocchio tauft, versucht der Holzbildhauer einem unscheinbaren Stück Holz Leben einzuhauchen und ihm eine eigene Sprache zu geben.

Was mache ich?

Unter den geschickten Händen der Holzbildhauer entsteht aus einem Holzklotz entweder nach eigenen Vorstellungen oder nach Kundenwünschen ein Kunstwerk. Aus den unterschiedlichsten Hölzern schafft er beispielsweise Madonnenfiguren, Leuchter, Schalen, Skulpturen oder reich verzierte Ornamente für Orgeln und Spiegelrahmen.

Gerade bei Kundenwünschen müssen sich Holzbildhauer genau mit ihrem Auftraggeber abstimmen. Wie soll die Figur aussehen und welche Gestik und Mimik soll sie annehmen? Der Holzbildhauer verschafft sich auch am künftigen Standort einen Überblick, um die klimatischen Bedingungen, die Raum- und die Lichtverhältnisse zu berücksichtigen. Wenn alle Fragen geklärt sind, erstellt der Holzbildhauer Skizzen, Entwürfe oder Modell, zum Beispiel aus Gips.

Nun kann der Holzklotz, dank des Entwurfs in ein Kunstwerk, verwandelt werden. Mit Hobel, Säge und Schnitzmesser arbeitet der Holzbildhauer nun die gewünschte Figur aus dem Holz. Ist das Kunstwerk fertig, schleift, wachst oder lackiert er die Holzoberfläche, um es lange haltbar zu machen.

Wo arbeite ich?

Holzbildhauer arbeiten in Betrieben des Holzbildhauerhandwerks, haben ein eigenes Atelier oder sind in der Möbelherstellung tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Freude am Rohstoff Holz, Kreativität, handwerkliches Geschick, Vorstellungsvermögen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Derzeit liegen keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor. (Stand: Februar 2018)