Holzspielzeugmacher

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Verspieltes schaffen

Holzspielzeugmacher stellen Bewährtes her oder entwerfen neue Spielzeuge. Ein Schaukelpferd, eine Watschelente oder ein Puppenhaus – aus Holz lassen sich wunderschöne und hochwertige Kinderspielzeuge herstellen. In der Industrie arbeiten sie dazu im Akkord und Schichtdienst. Spielzeugherstellung ist vor allem ein traditionelles Handwerk, bei dem viel Liebe und Fingerspitzengefühl benötigt wird.

Was mache ich?

Holzspielzeugmacher wählen für ihre Produkte das passende Holz aus und bearbeiten es mit Hobel, Sägen oder Schleifern. Sie müssen darauf achten, dass die Spielzeuge belastbar und kindgerecht sind. Ecken und Kanten haben da keine Chance.

Holzspielzeugmacher übertragen die selbst entworfene Form eines Spielzeugs von einer Zeichnung auf das Holz und sägen die Kontur von Hand oder maschinell aus. Dabei wird viel Holzstaub aufgewirbelt, vor dem sich die Holzspielzeugmacher mit einem Mundschutz schützen. Das gesägte Holz schleifen sie dann sorgfältig ab und setzen die Einzelteile zusammen. Die handgefertigten Spielzeuge warten noch auf ihre Verschönerung mit umweltfreundlichen Lasuren, Lacken, Ölen oder Farben. Wichtig ist, dass keine gesundheitsgefährdende Mittel verwendet werden.

Wo arbeite ich?

Holzspielzeugmacher arbeiten bei Herstellern von Spielwaren, beispielsweise in Werkstätten oder in Betrieben der Spielzeugindustrie. Auch in Kunsthandwerksbetrieben sind sie beschäftigt. Darüber hinaus können sie in betreuten Werkstätten für Menschen mit Behinderung tätig sein.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Sorgfalt, Kreativität, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Gespür für Ästhetik, Farben und Formen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 490 bis € 920
  • 2. Ausbildungsjahr: € 530 bis € 956
  • 3. Ausbildungsjahr: € 625 bis € 997

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)