Holzwirt

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Aus anderem Holz geschnitzt

Ein Holzwirt ist ein auf Holz und Holzprodukte spezialisierter Betriebswirt. Während also der Tischler Möbelstücke und Innenausbauten aus Holz herstellt, der Holzbildhauer Figuren daraus schnitzt und der Forstwirt für neue Bäumchen sorgt, hat der Holzwirt meist eher indirekt mit dem Rohstoff zu tun, indem er damit handelt oder an seiner Weiterverarbeitung forscht.

Was mache ich?

Holz ist nicht gleich Holz. Hölzer unterscheiden sich in ihrer Maserung, Farbe, Dichte, Härte und Flexibilität. Es gibt Nadel-, Laub- und Tropenholz, verarbeitet zum Beispiel zu Rundholz, Schnittholz, Spanholz, Bauholz. Manche Hölzer eignen sich als Baustoff oder für Fußböden, andere für den Bootsbau, für die Papierherstellung, für Musikinstrumente und Kunsthandwerk oder als Brennstoff. Entsprechend der Verwendung muss Rohholz gelagert und bearbeitet werden. Mit all diesen Feinheiten kennt sich der Holzwirt aus. Im Handel und der Industrie übernimmt er meist betriebswirtschaftliche Aufgaben. Er plant, kalkuliert und überwacht den Einkauf, Verkauf und Transport des Rohstoffs und prüft seine Qualität. Er betreut die Produktion etwa von Möbeln und die vorausgehende Lagerung, Pflege und Verarbeitung des Holzes.

In der Forschung beschäftigen sich Holzwirte mit den Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten von Hölzern, entwickeln neue Methoden der Verarbeitung oder der Kombination mit anderen Werkstoffen wie Kunststoffen.

Wo arbeite ich?

In der Möbelherstellung, in Fertighausbetrieben und Sägewerken, im Holzhandel und der Holzindustrie.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse am Werkstoff Holz, kaufmännisches und kundenorientiertes Denken, solide Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik.

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Drei- bis vierjähriges Bachelorstudium der Holzwirtschaft, entweder als eigenständiges Fach oder in Kombination zum Beispiel mit Forstwirtschaft oder Betriebswirtschaft.

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