Informatikkaufmann

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Für alles eine Lösung

Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen finden für jedes Problem eine Lösung. Ob es um die Personalverwaltung, den Medikamentenbestand eines Krankenhauses oder um die Berechnung von Versicherungsrisiken geht: Diese komplexen Fragestellungen können Unternehmen am besten mit der geeigneten Software bearbeiten. Und hier kommen die Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen in Spiel.

Was mache ich?

Informatikkaufleute sind die Schnittstellen zwischen den Softwareherstellern und den Unternehmen, die Softwarelösungen für ihre betrieblichen Prozesse brauchen. Sie prüfen, welche Abläufe im Unternehmen durch IT-Systeme unterstützt und verbessert werden können und recherchieren die geeigneten Anbieter der benötigten Hardware und Software. Mit ihrem kaufmännischen Wissen müssen Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen auch die Wirtschaftlichkeit und Kosten der zu beschaffenden technischen Systeme im Blick behalten.

Im nächsten Schritt sind Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen für die Einführung und Implementierung der neuen Systeme im Unternehmen zuständig. Sie sorgen für die Installation und die Testläufe mit der neuen Technik, führen Schulungen durch, stellen die Benutzerfreundlichkeit sicher und sind Ansprechpartner für die Anwender und die Hersteller der Systeme.

Sollte es keine Standardanwendungen auf dem Markt geben, beteiligen sich Informatikkaufmänner und Informatikkauffrauen auch an der Planung und Umsetzung individueller Lösungen.

Wo arbeite ich?

Informatikkaufleute arbeiten in Unternehmen der IT-Branche und bei Unternehmen, die komplexe Softwarelösungen nutzen, z.B. in Industrie und Handel, bei Banken, Versicherungen oder in Krankenhäusern.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

mathematische Fähigkeiten, wirtschaftliches Wissen, kommunikative Fähigkeiten, Kundenorientierung, Verhandlungsgeschick, gute Noten in Deutsch und Englisch

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung mit IHK-Prüfung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden erhalten von den ausbildenden Betrieben eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe sich in der Regel nach Empfehlungen von Verbänden oder Innungen richtet.

Nach einer solchen Empfehlung ergeben sich für die einzelnen Ausbildungsjahre beispielsweise folgende Ausbildungsvergütungen:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 936 bis € 1.010
  • 2. Ausbildungsjahr: € 936 bis € 1.010
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.056 bis € 1.149

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) (Stand: Februar 2018)

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