Maler und Lackierer Bauten- und Korrosionsschutz

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Schutzengel für Gebäude

Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz sind zur Stelle, weil selbst massive Baumaterialien im Laufe der Zeit vom Verfall nicht verschont bleiben – Stahl kann rosten, Beton abplatzen. Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz sind die Experten für Bauwerke, die in Stand gesetzt und langfristig geschützt werden sollen. Sie sanieren Gebäude und Anlagen, die vorwiegend aus Beton, Stahl oder Metall sind.

Was mache ich?

Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz erstellen zu Beginn ihrer Arbeit eine Schadensdiagnose. Deutliche Anzeichen für eine Beschädigung sind Stockflecken, Ausblühungen am Mauerwerk oder Rostfahnen, also braune Verfärbungen an Stahlbeton. Zu Beginn der Sanierungsarbeiten bereiten Maler und Lackierer die Untergründe vor. Sie entfernen Verschmutzungen, Altbeschichtungen oder Rost und legen angerostete Stellen oder Hohlräume frei.

Zur Instandsetzung beherrschen Maler und Lackierer verschiedene Methoden: Sie beschichten Metalloberflächen mit Korrosionsschutzmitteln, imprägnieren Betonoberflächen oder bessern Beschädigungen an Wänden, Decken und Böden aus. Um die ursprüngliche Bauteiloberfläche wieder herzustellen, füllen sie Fugen oder Risse mit geeigneten Füllstoffen, beispielweise mit Betonspachtelmasse. Sie führen ebenso Brandschutzmaßnahmen durch, erstellen Sicherheitskennzeichnungen oder bringen Fahrbahnmarkierungen an.

Wo arbeite ich?

Maler und Lackierer der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz arbeiten in Betrieben des Maler- und Lackiererhandwerkes oder bei Betonsanierungsunternehmen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

gute Beobachtungsgabe, präzises Arbeiten, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, auch in den Fachrichtungen Gestaltung und Instandhaltung oder Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 600
  • 2. Ausbildungsjahr: € 660
  • 3. Ausbildungsjahr: € 820

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der IG Bau, Stand September 2017