Maler und Lackierer Kirchenmalerei und Denkmalpflege

LehreBeruf mit Lehre
Aktuelle Lehrstellen und Praktika

Neuer Glanz für alte Gemäuer

Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege retten bedrohte Baudenkmäler, majestätische Schlösser, imposante Kathedralen, historische Kirchen. Man sieht abbröckelnde Fassaden, auseinanderfallende Wände, erneuerungsbedürftige Fresken. Zur Rettung bedrohter Baudenkmäler braucht man Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Sie sanieren, konservieren und rekonstruieren Fassaden, Plastiken oder Wandmalereien von historischen Gebäuden.

Was mache ich?

In historischen Gebäuden wie Kirchen und Burgen lassen Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege alte Gemäuer wieder im neuen Glanz erstrahlen. Sie erneuern Wand- und Deckengemälde sowie Verzierungen oder bessern Stuckornamente aus. Dazu bringen sie Vergoldungen und Verzierungen auf, bemalen und verkleiden Einrichtungsgegenstände und Figuren, erneuern oder bessern Wandgemälde aus.

Da Maler und Lackierer so originalgetreu wie möglich arbeiten, wenden sie Arbeitstechniken an, die in der Entstehungszeit des zu sanierenden Objektes üblich waren. Dazu stellen sie auch Werk- und Hilfsstoffe nach historischen Rezepturen her. Sollte eine Restaurierung nicht mehr möglich sein, müssen sie eine Rekonstruktion oder Reproduktion herstellen: Sie gießen beispielweise selbst Stuckteile und bauen sie ein. Bei ihrer Arbeit halten sie sich streng an die Vorgaben des Denkmalschutzes.

Wo arbeite ich?

Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege arbeiten hauptsächlich in Betrieben des Malerhandwerks, die sich auf Restaurierungsarbeiten spezialisiert haben. Sie arbeiten auch in Restauratorenwerkstätten einzelner Museen, in Denkmalschutzeinrichtungen oder bei Fassadensanierungsunternehmen. Meist kommen in Kirchen, Burgen und Schlössern und anderen historischen Gebäuden zum Einsatz.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

gutes Form- und Farbengefühl, präzises Arbeiten, handwerkliches Geschick, zeichnerisches Talent, gutes Fingerspitzengefühl

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, auch in den Fachrichtungen Gestaltung und Instandhaltung oder Bauten- und Korrosionsschutz

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 600
  • 2. Ausbildungsjahr: € 660
  • 3. Ausbildungsjahr: € 820

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der IG Bau, Stand September 2017