Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik

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Reiflich überlegte Technik

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik haben nichts mit lavaspeienden Bergen zu tun. Vulkanisation ist eine Methode, bei der Kautschuk widerstandsfähig gemacht wird. Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik benutzen das Verfahren für die Reifenherstellung und -reparatur.

Was mache ich?

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik sorgen für den einwandfreien Zustand aller Gummiteile. Schadhafte Stellen prüfen sie genau. Sie berücksichtigen dabei das Alter des Reifens, die Profiltiefe und die Art des Materialdefektes. Nach der Prüfung entscheiden sie sich für einen Austausch oder für ein geeignetes Reparaturverfahren. Dazu schneiden sie beispielsweise das Profil des Reifens an der kaputten Stelle nach oder bessern den Reifen mittels Nagellochpflaster und einer speziellen Gummilösungen aus. Um das Fahren zu erleichtern, achten sie auf die passenden Felgen und wuchten die Räder und Reifen anschließend aus.

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik rüsten Fahrzeuge auf passende Wetterreifen um, optimieren Fahrwerke und erneuern Reifen. Sie fertigen und reparieren auch Transportbänder für Förderanlagen und Gummiwalzen. Daneben beraten sie ihre Kunden über die richtige Fahrzeugbereifung.

Wo arbeite ich?

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik arbeiten in Reifenservicestationen, in Kraftfahrzeugwerkstätten oder Vulkanisierwerken. Auch bei Reifenhändlern mit Reparatur- und Montageservice sowie in Betrieben, die gebrauchte Reifen runderneuern, sind sie tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

körperlich belastbar, mechanisch-technisches Verständnis, Selbständigkeit, Eigenverantwortung, gute Noten in Mathematik, Physik und Chemie

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in den Fachrichtungen Reifen- und Fahrwerktechnik sowie Vulkanisationstechnik

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 625
  • 2. Ausbildungsjahr: € 665
  • 3. Ausbildungsjahr: € 705

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2017