Mechatroniker

Routinierte Bastler an kniffligen Systemen

Die Berufsbezeichnung »Mechatroniker« ist ein Mix aus den Begriffen »Mechaniker« und »Elektroniker«. Beim Bau vielschichtiger Anlagen reicht heute der sichere Umgang mit Bauteilen allein nicht mehr aus. Sicheres Fachwissen im Bereich Elektrotechnik ist für Mechatroniker unentbehrlich.

Was mache ich?

Mechatroniker bauen mechanische, elektrische und elektronische Teilstücke zu Maschinen oder ganzen Systemen zusammen. Das können Kraftfahrzeuge oder Waschmaschinen sein. Es gilt, den Konstruktionsplan zu verstehen und umzusetzen. Mechatroniker installieren zudem die Steuerungssoftware und programmieren die Anlage.

Ist die Anlage fertig gebaut, beginnen Mechatroniker mit den Tests. Die Maschine muss reibungslos funktionieren. Anschließend wird der Kunde bei Bedarf in der Bedienung geschult. Die Spezialisten werden ebenso für die Wartung der Anlagen gebraucht. Fehler in den Systemen sind schnell gefunden und behoben.

Um mit Kollegen anderer Nationen zu plaudern oder Unterlagen in Englisch zu verstehen, sind natürlich Kenntnisse in Englisch erforderlich.

Wo arbeite ich?

Mechatroniker arbeiten in Werkstätten, in Betrieben des Schienen-, Luft- und Raumfahrzeugbaus, bei Herstellern von Windenergieanlagen oder elektrischen Anlagen und Bauteilen, in Serviceeinrichtungen oder Produktionsstätten von Kunden.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

technisch-handwerkliches Geschick, gute Mathematik-, Physik- und Informatikkenntnisse, selbstständiges Handeln, verantwortungsbewusst

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige schulische oder duale Ausbildung, IHK-Prüfung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 780 bis € 798
  • 2. Ausbildungsjahr: € 830 bis € 845
  • 3. Ausbildungsjahr: € 887 bis € 911
  • 4. Ausbildungsjahr: € 932 bis € 970

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) - Stand: Oktober 2011

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