Medienpädagoge

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Vor viereckigen Augen schützen

Fernsehen kann ja jedes Kind, trotzdem braucht man Medienpädagogen. Damit Kinder und Jugendliche ihre Freizeit nicht ausschließlich vor dem Fernseher oder Computer verbringen, damit sie Medien sinnvoll zu nutzen lernen, deren Inhalte und Darstellungen kritisch zu hinterfragen wissen und sich vor Gefahren im Internet schützen können, gibt es die Medienpädagogik.

Was mache ich?

Medienpädagogen sind auf verschiedenen Ebenen tätig. Zum einen erstellen sie Anleitungen und Material für die Medienerziehung sowohl für die Lehrer an Schulen und Kindergärten, als auch für Eltern. Sie bilden daneben Erzieher im Bereich Medienpädagogik und -didaktik fort. An Einrichtungen für Kinder und Jugendliche erarbeiten sie mit diesen eigene Medienproduktionen, drehen mit ihnen Filme, produzieren Sendungen, Zeitungen und Internetseiten, vermitteln damit die Funktionsweisen der Medien und die Gefahren durch deren Faszinations- und Manipulationskraft.

Medienpädagogen betreiben aber auch Medienforschung, untersuchen die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und lassen ihre Ergebnisse in die Erziehungsarbeit oder aber in die Werbevermarktung einfließen. Auch an öffentlichen Einrichtungen oder bei Sendern führen sie Projekte mit Kindern und Jugendlichen durch. Innerhalb von Verlagen oder Redaktionen wirken sie an Konzepten und Produktionen von Medienformaten für diese Zielgruppe mit. Dabei müssen sie sich zum Beispiel auch mit sozialwissenschaftlichen und psychologischen Befunden auskennen, etwa wie Heranwachsende Gewaltdarstellungen in Nachrichten oder im Gegensatz dazu in Computerspielen verarbeiten, unter welchen Bedingungen dargestellte Verhaltensweisen nachgeahmt werden und wie ein pädagogischer Nutzen am besten erreicht wird. Sie erforschen und bewerten aber auch die Medienkompetenz von Erwachsenen.

Wo arbeite ich?

In Kindergärten und Schulen, bei öffentlichen und Weiterbildungs-Einrichtungen, bei Rundfunkanstalten, Verlagen und in der Medienproduktion.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse an Medien, Mediengattungen und Kommunikation, wissenschaftliches und analytisches Talent, Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, an Bildungsarbeit und Vermittlung, technisches Verständnis

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Studium der Medienpädagogik an Universitäten oder Fachhochschulen als eigenständiges Fach oder im Rahmen der Erziehungswissenschaft, Medieninformatik, Sozialen Arbeit oder eines Lehramtsstudiums