Medientechnologe Druck

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20.000 Comics die Stunde

Der Beruf des Druckers hat sich seit dem 15. Jahrhundert stark verändert. Heute übernehmen Maschinen viele Vorgänge, damit Zeitungen, Comics oder Bücher rechtzeitig entstehen. Doch ohne den Medientechnologen Druck, der alles im Blick haben muss, geht es trotzdem nicht.

Was mache ich?

Medientechnologen im Bereich Druck betreuen den gesamten Druckprozess. Sie treffen alle Vorbereitungen für den Druck und richten die Maschinen ein. Während des Drucks achten sie darauf, dass die Farben abgestimmt sind und korrigieren Fehler. Auch die Qualität der fertigen Produkte wird von ihnen geprüft.

Egal ob repräsentativer Geschäftsbericht, Hochglanzkatalog für das Museum, Werbeaufdruck für den Pizzakarton oder Hochzeitseinladung – Medientechnologen Druck beherrschen die verschiedenen Verfahren wie Digitaldruck, Tiefdruck mit Walzen oder Offsetdruck und können die Wünsche ihrer Kunden umsetzen.

Bevor die Farbe zum Einsatz kommt, überprüft der Medientechnologe Druck den Druckauftrag. Sind alle Angaben richtig? Welche Auflagenhöhe, welches Material, welche Farbe wird verlangt? Dann bereitet er die zu bedruckenden Materialien vor, kontrolliert Druckformen und spannt sie in die Maschinen ein. Nun noch die Farbdosierung einprogrammieren – und schon geht es los!

Nach dem Druckvorgang ist die Arbeit des Medientechnologen Druck nicht vorbei: die Druckform muss konserviert werden, die Maschine gereinigt und justiert, und Sicherheitsvorrichtungen kontrolliert werden. Auch die Weiterverarbeitung der Printprodukte kann zu seinen Aufgaben gehören, wie etwa Broschüren oder Prospekte falzen und binden, Produkte lackieren, Verpackung und Übergabe beim Kunden.

Wo arbeite ich?

Medientechnologen Druck arbeiten in Druckereien, zum Beispiel bei Verlagen oder Zeitungen, aber auch in der Papierverarbeitung und Verpackungsmittelherstellung. Auch in kleineren Copyshops mit Digitaldruckservice werden Medientechnologen Druck gebraucht.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Kreativität, Ideenreichtum, handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Gespür für Ästhetik, gute Noten in Deutsch und Mathe

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in Industrie und Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Beispiele in der Industrie

  • 1. Ausbildungsjahr: € 930
  • 2. Ausbildungsjahr: € 981
  • 3. Ausbildungsjahr: € 1.032

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand August 2017

Im Bereich des Handwerks liegen derzeit keine tarifvertraglichen Vereinbarungen vor.