Medizinisch-technischer Assistent

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Die Alleskönner

Medizinisch-technische Assistenten bedienen und warten komplexe medizintechnische Geräte, haben medizinisches Fachwissen, gehen einfühlsam und individuell mit den Patienten um und kennen sich in der Bürokratie des Gesundheitswesens aus. Medizinisch-technische Assistenten müssen in vielen Bereichen kompetent sein.

Was mache ich?

Medizinisch-technische Assistenten gibt es in mehreren Spezialisierungen: es gibt den medizinisch-technischen Assistenten für Funktionsdiagnostik, den medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten und den medizinisch-technischen Radiologieassistenten. Sie arbeiten bei der Behandlung der Patienten direkt mit den Ärzten zusammen oder führen ihre Anweisungen aus, sodass sie am Erfolg oder Misserfolg der Behandlung großen Anteil haben.

Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik untersuchen auf Anweisung von Ärzten den Funktionszustand des Nervensystems, der Sinnesorgane, der Muskulatur, des Herzens, der Blutgefäßdurchströmung und der Lunge. Dabei applizieren sie Patienten Elektroden auf die Schädelplatte, assistieren bei Computertomografien, passen Hörgeräte an, bedienen Elektrokardio-, Phonokardio- und Mechanokardiografen, kontrollieren Herzschrittmacher, überwachen Patienten in Schlaflabors oder kontrollieren die Gesundheitswerte von Hochleistungssportlern.

Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten sind mit ihren chemischen und biologischen Untersuchungen von Blut, Urin oder Organproben für eine genaue Diagnostik zuständig. Sie entnehmen die benötigten Proben, legen Gewebe- oder Erregerkulturen an und untersuchen diese mithilfe spezieller Tests und Messungen auf ihre Beschaffenheit oder Krankheitserreger. Dabei müssen sie äußerst sorgfältig vorgehen, um zuverlässige Diagnoseergebnisse zu erhalten. Bei der Arbeit der medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten spielt die Hygiene im Labor eine große Rolle.

Medizinisch-technische Radiologieassistenten erstellen Röntgenaufnahmen und führen Comuterresonanztomografien, Magnetresonanztomografien und nuklearmedizinische Untersuchungen durch, um Erkrankungen oder Knochenbrüche genau zu diagnostizieren. In der Therapie nehmen sie auf ärztliche Anweisung Strahlenbehandlungen vor. Wegen der verhältnismäßig hohen Risiken in der Radiologie sind die Aufklärung der Patienten, der Schutz der Patienten und der Arbeitsschutz besonders wichtige Aufgaben.

Bei der Betreuung der Patienten müssen alle medizinisch-technischen Assistenten viel Mitgefühl an den Tag legen, ihnen die Angst vor der Untersuchung, dem Eingriff oder der Behandlung nehmen und und auch deren Schicksale berücksichtigen. Je nach Einsatzort übernehmen die medizinisch-technischen Assistenten auch die Aufnahmeformalitäten und Dokumentation der Patientendaten.

Wo arbeite ich?

Medizinisch-technische Assistenten arbeiten in Krankhäusern, Arztpraxen, Ambulanzen und Versorgungszentren. Darüber hinaus sind sie auch in Gesundheitsämtern, Forschungseinrichtungen oder den Herstellern von Medizintechnik beschäftigt.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

mittlerer Bildungsabschluss oder Abitur, Sorgfalt, Hygienebewusstsein, Verlässlichkeit, technisches Verständnis, Einfühlungsvermögen, Verschwiegenheit

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Der Besuch von schulischen Einrichtungen wird nicht vergütet.