Milchwirtschaftlicher Laborant

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Die Milch macht's

Der milchwirtschaftliche Laborant sorgt dafür, dass wir unbedenklich den Latte Macchiato oder Kakao genießen können. Was für viele Genuss und Entspannung bedeutet, ist für den milchwirtschaftlichen Laboranten seine tagtägliche Arbeit, denn Milch ist ein hochempfindliches Lebensmittel, das sehr leicht verdirbt.

Was mache ich?

Milchwirtschaftliche Laboranten untersuchen, ob Milch und Milchprodukte wie Käse oder Butter den Anforderungen der Milchverordnung entsprechen. Im Labor untersuchen sie die Proben, die sie regelmäßig entnehmen. Sie überprüfen die Inhaltsstoffe und Eigenschaften der Erzeugnisse in allen Herstellungsstadien, zum Beispiel stellen sie den Gehalt an Fett und Eiweiß oder die Keimzahl fest.

Auch die Verpackung untersuchen milchwirtschaftliche Laboranten auf Keime. Dazu arbeiten sie mit verschiedenen Laborgeräten und Chemikalien und tragen dabei zur eigenen Sicherheit spezielle Schutzkleidung. Die Untersuchung erfassen sie digital, werten sie aus und dokumentieren die Ergebnisse. Nach Abschluss der Untersuchungen reinigen sie die empfindlichen Laborgeräte nach genauen Vorschriften.

Wo arbeite ich?

Milchwirtschaftlichen Laboranten arbeiten in Molkereien, Käsereien, in der Lebensmittelindustrie oder in staatlichen Instituten, die die Milcherzeugnisse nach den Vorschriften der Lebensmittelgesetze überprüfen. Arbeitsort ist meist das Labor.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältiges Arbeiten, Hygienebewusstsein, Interesse an Labortätigkeiten, technisches Verständnis, genaues Beobachten

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung in Betrieben der Milchverarbeitung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 521 bis € 949
  • 2. Ausbildungsjahr: € 559 bis € 1.067
  • 3. Ausbildungsjahr: € 613 bis € 1.210

Quelle:

Hinweis: Wer diese Ausbildung in vollzeitschulischer Form absolviert, erhält keine Ausbildungsvergütung.

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer)- Stand: April 2018