Notarfachangestellter

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Verschwiegenheit als oberstes Gebot

Notarfachangestellte klingt zwar nach langen Aktenreihen, aber langweilig wird es in diesem Beruf nie. Notarfachangestellte unterstützen Notare und betreuen Menschen in wichtigen Rechtsangelegenheiten, beispielsweise beim Hauskauf, beim Formulieren des Testaments oder bei einer Unternehmensgründung. Bei vielen Entscheidungen sind sie ein wichtiger Ansprechpartner. Da es oft um persönliche Daten geht, ist Verschwiegenheit oberste Pflicht.

Was mache ich?

Notarfachangestellte übernehmen Aufgaben in der Organisation und Sachbearbeitung bei Notaren. Routiniert und zuverlässig organisieren sie die täglich anfallenden Arbeiten, nehmen Anrufe entgegen, vereinbaren Termine mit Mandanten und bearbeiten Post, E-Mails und Faxe. Sie legen auch Akten an und verfassen wichtige Schriftstücke.

Dank der Kenntnisse von Rechtsbegriffen und -normen bearbeiten Notarfachangestellte Erbscheinanträge, Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen und Verträge aller Art. Sie achten darauf, dass keine Fristen oder Gerichtstermine versäumt werden. Auch die Buchführung gehört zu ihren Aufgaben. Sie errechnen die anfallenden Gebühren, stellen Rechnungen aus, überwachen die Zahlungseingänge und archivieren die Belege.

Wo arbeite ich?

Notarfachangestellte arbeiten in Notariaten und in kombinierten Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältig, genau, verantwortungsbewusst, flexibel, verschwiegen, Verständnis für die Anliegen der Kunden, gutes Sprachgefühl, allgemeines Interesse an Rechtsfragen

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Den Auszubildenden steht eine angemessene, grundsätzlich frei verhandelbare Vergütung zu. Die Ländernotarkasse gibt jährlich eine Empfehlung heraus, die sich (mit einem maximalen Abschlag von 10%) am TVAöD orientiert.

Empfohlene monatliche Vergütungssätze der Ländernotarkasse:

  • 1. Ausbildungsjahr: 916,43
  • 2. Ausbildungsjahr: 961,83 €
  • 3. Ausbildungsjahr: 1.002,61 €
Je nach Ort und Notar sind sowohl geringere, wie auch höhere Vergütungsbeträge möglich und üblich.

Quelle:

www.notarkammer-sachsen.de, Stand: Juli 2019