Oberflächenbeschichter

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Glänzende Jobaussichten

Oberflächenbeschichter – früher auch »Galvaniseure« genannt – sind im ständigen Kampf gegen Feuchtigkeit und Rost. Sie sorgen dafür, dass Karosserieteile, Werkzeuge oder Uhren sehr lange funktionstüchtig bleiben. Durch das Vergolden, Versilbern und Verchromen werden die Oberflächen versiegelt und verschönert.

Was mache ich?

Zuerst entfernen Oberflächenbeschichter Verschmutzungen oder Ablagerungen von den Werkstücken. Sie nutzen verschiedene Techniken, um Oberflächen zu bearbeiten. Beim Feuerverzinken beispielsweise tauchen sie die Werkstücke in das Verzinkungsbad, das eine Temperatur von über 400 Grad Celsius hat. Auf der Oberfläche bildet sich dann ein Überzug, der vor Korrosion schützt.

Oberflächenbeschichter steuern und dokumentieren den Arbeitsprozess, berechnen die benötigten Metallmengen und richten die Anlagen ein. Nachdem der Beschichtungsvorgang abgeschlossen ist, werden Schichtdicke, Haftfestigkeit, Härte, Farbgebung oder elektrische Leitfähigkeit geprüft und das Werkstück poliert. Oberflächenbeschichter warten und reinigen auch die Anlagen und achten auf deren Instandsetzung.

Wo arbeite ich?

Oberflächenbeschichter arbeiten in industriellen und handwerklichen Betrieben, beispielsweise in Galvanisierwerkstätten, Feuerverzinkereien, aber auch in der Kfz-Zulieferindustrie, der Leiterplattenfertigung oder der Werkzeugfertigung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

sorgfältig, genau, verantwortungsbewusst, reaktionsschnell, aufmerksam, handwerklich geschickt, technisches Verständnis, gute Noten in Deutsch und Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige Ausbildung in Industrie und Handwerk

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 750 bis € 1.007
  • 2. Ausbildungsjahr: € 780 bis € 1.064
  • 3. Ausbildungsjahr: € 830 bis € 1.122

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen der IG Metall, Stand April 2018 und des WSI Tarifarchivs, Stand September 2017