Orthopädieschuhmacher

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Mit neuer Sohle läuft es besser

Orthopädieschuhmacher oder -techniker sind nicht zu verwechseln mit herkömmlichen Schuhmachern. Beide fertigen maßgefertigte Schuhe, doch Orthopädieschuhmacher fördern obendrein durch gezielte Änderungen am Schuh die Gesundheit der Füße.

Was mache ich?

Orthopädieschuhmacher behandeln die Formfehler der Fußknochen und -gelenke, das erklärt das Wort »Orthopädie« in der Berufsbezeichnung. Bei Fußproblemen ändern die Schuhexperten Konfektionsschuhe typgerecht, stellen Einzelstücke her und reparieren diese bei Bedarf. Dabei kommen orthopädische Hilfsmittel wie Schuheinlagen, Innenschuhe, Polsterungen oder auch Prothesen zum Einsatz.

Voraussetzung für professionelle Hilfe sind genaue Absprachen mit Fachärzten und grundsätzliches anatomische Wissen. Wie ist der Fuß aufgebaut? Eine intensive Beratung der Patienten bei Fußproblemen ist selbstverständlich. Tipps zur medizinische Fußpflege gibt es auf Anfrage.

Wo arbeite ich?

Orthopädieschuhmacher sind in Kliniken, in Fachbetrieben, in Rehabilitationseinrichtungen oder in Sanitätshäusern mit schuhorthopädischer Abteilung tätig.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

handwerkliches Geschick, soziale Kompetenz, Interesse an der Anatomie, gute Noten in Mathematik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3,5-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 450 bis € 600
  • 2. Ausbildungsjahr: € 540 bis € 660
  • 3. Ausbildungsjahr: € 700 bis € 735
  • 4. Ausbildungsjahr: € 820 bis € 840

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer) - Stand: April 2018