Papiertechnologe

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Reißfeste Materie

Die „Papiermacher“ von gestern haben sich zu Papiertechnologen, wahren Spezialisten rund um Papier und seine Produktionsanlagen gemausert. Die Bedienung der Maschinen steht bei der Arbeit von Papiertechnologen im Vordergrund, wobei ihre guten Papierkenntnisse ständig gefragt sind.

Was mache ich?

Papiertechnologen steuern, überwachen und warten die Maschinen bei der Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff. Sie kennen sich bestens mit den Eigenschaften von Papier aus und wissen Bescheid über Roh-, Faser- und Hilfsstoffe. Sie achten bei der Produktion auf Temperatur und Druck und haben stets ein Auge auf die Qualität, indem sie Veredelungsverfahren wie Beschichtung und Imprägnierung einsetzen.

Ist das Produkt fertig, bereiten Papiertechnologen dieses nach einem Qualitätscheck für den Versand vor und lagern es fachgerecht. Schließlich kümmern sich um die Wasserver- und -entsorgung. Körperliche Fitness beweisen Papiertechnologen ständig während der Arbeit, denn öfters heißt es hier „Anpacken“!

Wo arbeite ich?

Papiertechnologen kommen in der Papier-, Zellstoff- und Verpackungsmittelindustrie zum Einsatz. Sie arbeiten in Papier-, Karton- und Pappe- oder Tapetenfabriken, im Papiergroßhandel oder in Zellstoffwerken oder Recyclinganlagen

Welche Voraussetzungen brauche ich?

technisches Verständnis, Interesse an Chemie, gute körperliche Verfassung

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 850 bis € 977
  • 2. Ausbildungsjahr: € 930 bis € 1.043
  • 3. Ausbildungsjahr: € 995 bis € 1.102

Quelle:

Tarifinformationen des Bundes und der Länder (z.B. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, WSI-Tarifarchiv, Tarifarchive der Bundesländer), Stand: April 2018

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