Polsterer

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Sitzen Sie bequem?

Der Polsterer sorgt für Bequemlichkeit im Wohnzimmer und im Schlafzimmer, aber auch in Auto, Bus und Bahn. Selbst Astronautensitze, hunderttausende Kilometer von der Erde entfernt, fertigt er an.

Was mache ich?

Um ein neues Möbelstück zu fertigen, wählt der Polsterer zuerst den Stoff für die Sitzfläche aus. Dann schneidet er ihn mit Hilfe von Schablonen entsprechend zu und näht die Stücke zu einem Polsterüberzug zusammen. Für das Polster wird ebenfalls ein Material ausgesucht, welches mit einer passenden Federung zu einer Art Matratze kombiniert wird. Diese wird dann auf das vorgefertigte Gestell gesetzt und entweder durch Kleben, Nageln oder Tackern befestigt. Schließlich wird das Rohstück mit dem Stoff überzogen, mit Rollen oder Füßen versehen und zum Versand verpackt.

Abseits der Einzelstücke stellt der Polsterer auch Sitze für Flugzeuge und Raumfähren, aber auch für Boote, Busse und Autos in bestimmten Stückzahlen her. Doch nicht nur neue Möbel erschafft er. Ältere und gebrauchte Polstermöbel werden von ihm restauriert und repariert. Sie bekommen, je nachdem, was nötig ist und was der Kunde wünscht, einen neuen Bezug, eine frische Polsterung oder eine erneuerte Federung.

Wo arbeite ich?

Polsterer arbeiten in der Polstermöbel-Industrie, bei Zulieferern für die Verkehrsmittelbranche und für Matratzen- oder Bettenhersteller.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Genauigkeit, handwerkliches Geschick, Teamfähigkeit, Umgang mit Werkzeugen, Vorstellungskraft, gute Noten in Mathe und Physik

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

3-jährige duale Ausbildung, Zwischenprüfung nach dem zweiten Lehrjahr

Was verdiene ich in der Ausbildung?

Auszubildende, die eine duale Ausbildung durchlaufen, erhalten eine Ausbildungsvergütung. Sie richtet sich überwiegend nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Ihre Höhe ist abhängig vom Ausbildungsbereich (Industrie und Handel, Handwerk u.a.) und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet, sowie vom räumlichen Geltungsbereich des einschlägigen Tarifvertrages. Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn der Ausbildungsbetrieb nicht tarifgebunden ist, sind auch frei vereinbarte Ausbildungsvergütungen möglich.

Die folgenden Angaben sollen der Orientierung dienen. Ansprüche können aus ihnen nicht abgeleitet werden.

Die Auszubildenden können in den einzelnen Ausbildungsjahren monatlich folgende Ausbildungsvergütungen erhalten:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 460 bis € 685
  • 2. Ausbildungsjahr: € 525 bis € 729
  • 3. Ausbildungsjahr: € 630 bis € 773

Quelle:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Stand September 2017