Psychotherapeut

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Die Seele behandeln

Psychotherapeuten sitzen mit großem Block auf ihrem Schoß neben der berühmten Couch und stellen unangenehme Fragen. Das tun Psychotherapeuten jedenfalls in Filmkomödien und Sketchen. Aber die Couch muss nicht sein und das Examinieren des Patienten schon gar nicht. Zusammen mit ihm versuchen sie behutsam, die Ursachen von psychischen oder psychosomatischen Störungen und Depressionen zu finden und aufzulösen.

Was mache ich?

Erster Behandlungsschritt für den Psychotherapeuten ist wie für alle Heilberufe die Erhebung der Krankheitsgeschichte und die Diagnose. Das können Ängste, Zwänge, Essstörungen, Schmerzen in Kopf oder Rücken, Magen-Darm- oder Atemwegs-Erkrankungen sein. Organische Ursachen müssen zunächst ausgeschlossen werden. Auf dieser Grundlage wählt der Therapeut eine Behandlungsmethode wie die psychoanalytische oder psychologisch fundierte Einzel- oder Gruppen- oder Verhaltenstherapie. Manchmal setzt er Rollenspiele, Massagen oder das Arbeiten mit Puppen oder Steinen ein.

Psychotherapeuten arbeiten auch vorbeugend mit Risikopatienten oder betreuen die Genesung etwa von Krebspatienten. Sie erhalten immer einen tiefen Einblick in die Intimsphäre und Gefühle ihrer Patienten. Dabei entsteht ein Vertrauensverhältnis, das durch die Schweigepflicht des Therapeuten geschützt ist. Vom ihm wird erwartet, dass er mit Aggressionen, Tränen und anderen Gefühlsäußerungen des Patienten geduldig und konstruktiv umgeht. Innerlich muss der Psychotherapeut sich davon distanzieren können. Nicht zu unterschätzen ist der Anteil von Verwaltungsaufgaben, die in der Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und bei der Dokumentation der Therapie entstehen.

Wo arbeite ich?

Psychotherapeuten arbeiten in Praxen, Krankenhäusern, psychiatrischen Kliniken und psychosomatischen Betreuungseinrichtungen.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Interesse an Psychologie und Medizin, Freude am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Diskretion, eigene psychische Stabilität

Wie kann ich diesen Beruf erlernen?

Auf das Studium der Psychologie mit dem Prüfungsfach klinische Psychologie folgt eine dreijährige Weiterbildung an einer Hochschule oder einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte. Alternativ dazu gibt es das weiterbildende Studium der Psychologischen Psychotherapie mit Staatsexamens-Abschluss.